Lebenslange Haft für Mord an Frau
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Das Landgericht Münster hat am Montag einen 56-Jährigen zu lebenslanger Haft verurteilt, der seine Ehefrau erstochen haben soll.
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Die Richter sind davon überzeugt, dass der 56-Jährige anschließend das Gesicht seiner Frau bis fast zur Unkenntlichkeit entstellt hat, um sie besonders zu bestrafen.

Laut Urteil konnte und wollte der Afghane nicht akzeptieren, dass seine Frau ihn verlassen wollte. Die Frau hatte sich nach Angaben der Kinder des Paares schon vor längerer Zeit von dem Mann getrennt, weil sie sich nicht mehr seinem patriarchalischen Lebensstil unterwerfen wollte. Der Angeklagte habe aber nicht hinnehmen wollen, dass seine Frau ihm nicht bedingungslos gehorchte. Dieses Verhalten habe er als persönliche Beleidigung empfunden, die gerächt werden müsse, hatten die Kinder im Prozess als Zeugen ausgesagt.

Die Richter warfen dem 56-Jährigen in der Urteilsbegründung unter anderem "ungehemmte Eigensucht" und "soziale Rücksichtslosigkeit gegenüber seiner Frau" vor. Der Mann habe seine Wünsche über die jedes anderen Menschen gestellt.

Am Tattag hatte sich der Angeklagte mit einem Messer und Pfefferspray bewaffnet zur Wohnung seiner Frau begeben. Dort hatte er im Hausflur vor der Tür gewartet, bis die ahnungslose 46-Jährige herauskam. Er wusste offensichtlich genau, dass die Frau stets zur selben Zeit die Wohnung verließ, um einen ihrer Enkel aus der Kinderbetreuung abzuholen.

Nach der ersten Attacke mit Pfefferspray war die Frau noch wieder zurück in die Wohnung gerannt. Dort konnte sie dem folgenden Messerangriff aber nichts mehr entgegen setzen. Sie verblutete infolge mehrerer tiefer Stichverletzungen im Oberkörper. Wohl als seine Frau schon tot war, entstellte der 56-Jährige außerdem ihr Gesicht.

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