Lehrer streiken in Ostwestfalen
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Angestellte Lehrer streiken in NRW für einen eigenen Tarifvertrag.
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Im Regierungsbezirk Detmold (Kreise Bielefeld, Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn) gibt es insgesamt an allen Schulformen zusammen 20.627 Lehrer. Davon ist der Großteil - 16.682 - verbeamtet. 3945 Lehrer stehen in einem Angestelltenverhältnis und sind am Mittwoch zum Streik aufgerufen.

Im Regierungsbezirk Münster (Kreise Warendorf, Steinfurt, Coesfeld, Borken, Recklinghausen sowie die Städte Bottrop, Recklinghausen und Münster) arbeiten an allen Schulformen zusammen 25.620 Lehrer. Davon sind 4677 im Angestelltenverhältnis und 20.943 verbeamtet.

1000 Streikteilnehmer am ersten Streiktag in Düsseldorf

Nach Angaben der Lehrergewerkschaft GEW hatten sich am Dienstag rund 1000 nicht beamtete Pädagogen im Regierungsbezirk Düsseldorf an der ersten Warnstreikwelle in NRW beteiligt. In welchem Umfang das zu Unterrichtsausfall führte, blieb offen.

Streik für einen eigenen Tarifvertrag

Die GEW will einen eigenen Tarifvertrag für angestellte Lehrer durchsetzen. Sie beklagt einen deutlichen Unterschied bei der Bezahlung von beamteten und angestellten Lehrern. Für die Angestellten wollen die Gewerkschaften eine Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro. In Nordrhein-Westfalen gibt es laut Schulministerium 33 000 angestellte Lehrer, die GEW zählt anders und kommt auf 40.000.

Gemischte Reaktionen bei den Eltern

Die Landeselternkonferenz zeigte eine gemischte Reaktion auf den Warnstreik: Einerseits habe man Verständnis für die Forderung nach Gleichbehandlung von angestellten und beamteten Lehrern. Andererseits seien Schüler und Lehrer der falsche Adressat für diese Forderung. Sie seien die Leidtragenden dieses Arbeitskampfes, sagte der Vorsitzende der Landeselternkonferenz, Eberhard Kwiatkowski, der Deutschen Presse-Agentur.

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