Leiche im Kofferraum: Angeklagter schweigt
Ein Mann soll im März seine 27-jährige Ex-Partnerin erwürgt haben. Seit Dienstag steht er vor Gericht.

Die Leiche der Physiotherapeutin war erst sechs Tage nach dem Verschwinden der Frau gefunden worden. Nach einem Fahndungsaufruf der Polizei hatten Zeugen den Kleinwagen der Vermissten auf einem Hagener Parkplatz entdeckt. Im Kofferraum stieß die Polizei schließlich auf die Leiche.

Immer wieder Streitigkeiten

Der Angeklagte erklärte zu Prozessbeginn, er wolle sich zu den Vorwürfen vorerst nicht äußern. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte seine Ex-Partnerin erwürgt hat, damit diese sich nach der Trennung keinem anderen Mann zuwenden konnte. Im Laufe der Beziehung soll es schon vorher immer wieder zu Streitigkeiten und sogar Handgreiflichkeiten gekommen sein.

Frau hatte Angst vor ihrem Freund

Der Arbeitgeber der Physiotherapeutin erklärte am Dienstag als Zeuge: „Sie hat mir schon mal gesagt, dass sie Angst vor ihrem Freund hat.“ Den konkreten Anlass habe die junge Frau ihm damals aber nicht nennen wollen.

Neben der Ermordung seiner Ex-Partnerin wird dem Angeklagten auch eine Reihe von Betrugstaten zur Last gelegt. Er soll im Internet mindestens neun Mal ein Ferienhaus in Österreich zur Vermietung angeboten haben, das er in Wirklichkeit gar nicht besaß. Auch dazu will der Mann nichts sagen. Das Hagener Schwurgericht hat für den Prozess zunächst noch sechs Verhandlungstage bis zum 12. August angesetzt.

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