Liebhaber als Stalker verleumdet
Eine 46-Jährige muss sich Anfang April vor einem Gericht in Lemgo wegen vermutlich falscher Verdächtigung verantworten.

Vor gut einem Jahr hatte die Frau den 61 Jahre alten Mann angezeigt. Sie behauptete, ihn gar nicht zu kennen. Er verfolge sie, belästige sie mit Anrufen und Beleidigungen - und verbreite die Lüge, eine Sex-Beziehung mit ihr zu haben.

Für die Staatsanwälte steht fest: Es gab tatsächlich eine Beziehung. Laut Anklage hatte die 46-Jährige mehrere Monate lang eine Affäre mit dem Mann.

Anfang 2010 sei er beim Haus des Ehepaars erschienen, um den betrogenen Mann ins Bild zu setzen. Die Frau habe das Verhältnis vehement bestritten und anschließend Strafanzeige wegen Stalkings erstattet, damit die Affäre nicht bekannt wird. Bisher ist die Frau nicht vorbestraft. Sie soll durch Zeugen der falschen Verdächtigung überführt werden.

Stalking ist ein schwerer Vorwurf: In Deutschland sind die Maßnahmen gegen Stalker im Jahr 2007 verschärft worden. Bei beharrlicher Nachstellung drohen Verfolgern bis zu drei Jahren Haft.

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