Liveticker: Orkantief „Xaver“ in der Region
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Sturm und Schneefall behindern am Freitag den Straßenverkehr im Sauerland.
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  • 14.37 Uhr: Hielt sich „Xaver“ was den Sturm angeht in Nordrhein-Westfalen eher zurück, brach mit dem Schnee auf der Autobahn 45 im Sauerland das Chaos aus. Nach Angaben der Autobahnpolizei Dortmund standen am Freitag auf glatten Fahrbahnen Lastwagen quer. Der Verkehr staute sich bei Meinerzhagen in beiden Richtungen auf über 20 Kilometer. Streufahrzeuge kamen nicht durch.

    „Xaver“ sei mit Böen von bis zu 100 Stundenkilometern über NRW gefegt, sagte Meteorologe Jürgen Weiß. Gemessen wurde der Spitzenwert in Issum am Niederrhein. Knapp darunter lagen demnach Lübbecke in Ostwestfalen, Oerlinghausen und Bonn. Im Norden Deutschlands sei ein Spitzenwert von 185 gemessen worden.

    Trotzdem hatte „Xaver“ auch in NRW zum Teil heftige Auswirkungen. Im Rhein-Sieg-Kreis war die Notruf-Leitung dauerbesetzt: 350 Anrufe gingen in gut fünf Stunden ein. Im Hochsauerlandkreis fegte der Sturm einen jungen Mann von einem Lkw, als der nach dem Verladen die Plane festzurren wollte. Im Rhein-Erft-Kreis riss eine Windböe auf freier Strecke einen mit Bitumen beladenen Lkw-Anhänger um.

    Der Orkan wirbelte auch den Flugplan an den Flughäfen durcheinander. In Düsseldorf fielen durch den Sturm 61 Verbindungen aus, in Köln/Bonn waren es acht. Wahrscheinlich infolge der Wetterkapriolen saßen Menschen in Ostwestfalen-Lippe vorübergehend im Dunkeln. In Lübbecke war Donnerstagnachmittag ein Baum auf einen Schaltkasten gefallen. In einigen Teilen der Stadt Blomberg (Kreis Lippe) fiel am Freitagmorgen für längere Zeit der Strom aus. Polizei und Kreisverwaltung vermuteten eine defekte Oberleitung.

    Der Schnee im Schlepptau des Orkans fiel in einigen Regionen des Landes bis in die Niederungen. Die Polizei meldete kleinere Unfälle mit Blechschäden. Lastwagen schafften nach Polizeiangaben die Steigungen nicht und blockierten die Fahrbahnen. Sogar die Räumfahrzeuge hatten einen schweren Stand: „Die Autofahrer denken nicht daran, eine Gasse zu lassen“, sagte eine Sprecherin von Straßen NRW. Bei Temperaturen um die null Grad werde der Schnee bis Samstagmittag liegenbleiben, teilte Meteomedia mit. Dann setze Tauwetter bis auf etwa 500 Meter ein.



  • 13.07 Uhr: Nachdem im Sommer die große Flut im Süden und Osten Deutschlands für Einsätze sorgten, sorgt nun Sturmtief Xaver im Norden für eine Sturmflut. Vor allem örtliche DLRG-Einheiten in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein sind bereits im Einsatz. Darüber hinaus wurden drei Wasserrettungszüge der DLRG in Voralarm gesetzt, einer davon aus Westfalen. Auch der Tauchtrupp aus dem Kreis Warendorf, Personell besetzt mit Einsatztauchern aus Sassenberg und Warendorf, hat sich für einen möglichen Einsatz bereit gemeldet.


  • 12.41 Uhr: Wegen eines umgestürzten Baums haben Reisende im Münsterland am Donnerstagabend stundenlang in einem Zug festgesessen. Die Passagiere der privaten Eurobahn zwischen Münster und Dortmund mussten mehr als fünf Stunden südlich von Münster ausharren. Das bestätigte der Privatbahnbetreiber Keolis am Freitag.

    Oberleitung und Bahn seien im Sturm durch den herabgestürzten Baum auf freier Strecke in Ascheberg-Davensberg erheblich beschädigt worden, berichtete eine Sprecherin. „Es ging nicht mehr weiter für die Fahrgäste.“ Die Evakuierung habe einige Stunden gedauert. Als Infrastrukturbetreiber sei die Deutsche Bahn für das Umfeld zuständig. Nach Bahnangaben war die Oberleitung nach etwa drei Stunden wieder frei. Dann musste von Keolis ein neuer Zug organisiert werden.

    WDR-online berichtete, die Zugreisenden hätten über nicht funktionierende Toiletten, das fehlende Licht, die nicht funktionierende Klimaanlage und vor allem fehlende Informationen geklagt.


  • 11.18 Uhr: Die Stadt Rheda-Wiedenbrück teilt mit, dass das Adventskrämchen in Rheda am Freitag bereits um 14 Uhr anstatt um 16 Uhr öffnet.

    Vorsorglich sind viele Weihnachtsmärkte in
    der Region geschlossen worden. So auch
    der Christkindlmarkt in Wiedenbrück.

  • 11.08 Uhr: Die Feuerwehr berichtet für den Kreis Gütersloh seit Donnerstagmittag von 15 Einsätzen. In 14 Fällen mussten vornehmlich im Süden des Kreises Bäume oder Äste von Straßen geräumt werden, die meisten in Herzebrock-Clarholz. Zudem musste in Schloß Holte-Stukenbrock Wasser aus einem keller gepumpt werden.

  • 10.02 Uhr: Wie die Polizei in Warendorf mitteilt, hat es unwetterbedingt zwischen Donnerstagmittag, 12 Uhr, und Freitagmorgen, 7 Uhr, sieben Einsätze gegeben. In den meisten Fällen waren Bäume auf Straßen umgekippt. Zudem wurde die Polizei am Donnerstag gegen 23 Uhr zu einem Unfall in Neubeckum gerufen. Dort war ein Auto auf einen umgekippten Baum aufgefahren. Der Fahrer blieb unverletzt.

  • 9.18 Uhr: Die Polizeileitstelle in Gütersloh meldet in der Zeit zwischen Donnerstagmittag 12 Uhr und Freitagmorgen 7 Uhr witterungsbedingte 19 Einsätze, die mit dem Sturm zusammenhängen. Darunter zwei Unfälle und Einsätze wegen umgestürzten Bäumen beziehungsweise Ästen, die den Weg versperrten.
    Am Freitagabend gegen 18.25 Uhr stieß ein Autofahrer auf der Berkenheide in Rietberg mit seinem Pkw gegen einen Baum, der kurz zuvor auf die Straße gekippt war. Der Fahrer wurde nicht verletzt, am Fahrzeug entstand mittlerer Sachschaden.
    In Werther auf der Haller Straße geriet am Freitagmorgen gegen 00.50 Uhr der 30-jährige Fahrer eines Kleintransporters auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern, überschlug sich und blieb im Graben liegen. Der Fahrer erlitt erhebliche Verletzungen und wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

  • Freitag, 7.45 Uhr: Das Orkantief „Xaver“ ist in der Nacht zu Freitag über NRW abgeflaut und hat keine neuen Schäden angerichtet. Ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei sagte am Morgen, es sei eine verhältnismäßig ruhige Nacht gewesen. Vereinzelt meldeten Feuerwehren noch umgestürzte Bäume, die zersägt und weggeräumt wurden - so zum Beispiel in Ennepetal und Sprockhövel. Auch im Sauerland blockierten Bäume noch Straßen. Am Morgen gab es dort zudem eine leichte Schneedecke. Ein Polizeisprecher bezeichnete die Verkehrslage aber als entspannt.
    Auch bei der Bahn hatte es am Donnerstag erhebliche Beeinträchtigungen und Störungen gegeben, im Bereich Dortmund blieben Strecken gesperrt. Einer Sprecherin zufolge waren die Schäden, die der Sturm an Gleisen und Oberleitungen verursachte, aber größtenteils wieder behoben, bevor der Berufsverkehr am Freitagmorgen startete. Auch am Flughafen Düsseldorf lief der Betrieb wieder planmäßig.

  • Freitag, 5.46 Uhr: Die Nordwestbahn meldet, dass alle Züge zum Betriebsstart am Freitag wieder unterwegs sind. Auf einigen Strecken können weiterhin Verspätungen und Teilausfälle durch die Folgen des Sturms Xaver auftreten. Aktuelle Informationen gibt es über den Abfahrtsmonitor unter www.nordwestbahn.de. Die Nordwestbahn empfiehlt Fahrgästen, sich dort vor Fahrtantritt über ihre Verbindung zu informieren. „Abgesehen von wenigen kleinen Vorfällen blieb die Lage in der Region Ostwestfalen weitgehend entspannt“, heißt es am frühen Freitagmorgen in einer Pressemitteilung.

  • 22.44 Uhr: Orkantief „Xaver“ wird noch bis zum Freitag in Deutschland zu spüren sein. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) soll in der Nacht zum Nikolaustag die Schneefallgrenze in NRW bis in die Tal-Lagen sinken. Oberhalb von 200 Metern könnte der Schnee liegen bleiben. Am Freitagmorgen werde es vor allem im äußersten Nordosten von NRW noch stürmisch, teilte der DWD mit. Erst in der Nacht zu Samstag soll das Unwetter in allen Landesteilen vorüber sein.

  • 19.56 Uhr: Der Kreis Lippe ist weitgehend vom Orkantief „Xaver“ verschont geblieben, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Rund 30 Mal mussten die Feuerwehren am Donnerstagnachmittag und -abend ausrücken. Zumeist behinderten umgekippte Bäume oder abgebrochene Äste den Verkehr.

  • 19.36 Uhr: Die Deutsche Bahn hat eine kostenlose Sondertelefonnummer (08000) 996633 für Reiseauskünfte geschaltet. Aktuelle Informationen gibt es außerdem auf www.bahn.de und den mobilen Services der Deutschen Bahn. Wenn Fahrgäste wegen des Orkans auf andere Züge ausweichen müssen, gelten Fahrkarten mit Zugbindung für Donnerstag und Freitag auch in diesen Zügen. 


  • 19.17 Uhr: Orkantief "Xaver" stört den Bahnverkehr auch in Westfalen. Wegen umgestürzter Bäume im Gleis und Schäden an Oberleitungen sei die Strecke Dortmund - Hamm - Münster in beiden Richtungen gesperrt, sagte ein Bahnsprecherin in Berlin. Die Strecke Unna - Soest könne in Richtung Soest nicht befahren werden. 

  • 16.29 Uhr: Der Zoo Osnabrück bleibt am Freitag aufgrund des Orkantiefs „Xaver“ geschlossen. Auch der Weihnachtsmarkt im Zoo wird am Freitag nicht stattfinden. Dies beschloss die Zooleitung am Donnerstagnachmittag.

  • 16.01 Uhr: In Diestedde wird der für Donnerstagnachmittag geplante Laternenumzug mit dem Nikolaus abgesagt. Um 17.15 Uhr wird der Heilige Mann in der Kirche empfangen, die Kinder des Kindergartens St. Nikolaus haben eine Aufführung vorbereitet. Am Treffpunkt für den Umzug wird ein Polizeibeamter den Teilnehmern, die von der Absage nichts mitbekommen haben, mitteilen, dass sie direkt zur Kirche kommen können.

  • 15.25 Uhr: Die Stadt Oelde hat alle Sportplätze gesperrt. Die Sperrung gilt für Donnerstag und Freitag. Der Wochenmarkt am Freitag findet statt, wird aber etwas anders aufgebaut. Außerdem bleibt das Saunadorf am Hallenbad am Samstag geschlossen, da der blickdichte Bauzaun abgerüstet werden musste. Die Textilsauna am Sonntag findet statt.

  • 15.20 Uhr: Auch in Langenberg haben die Kindertagesstätten die Eltern darum gebeten, ihre Kiinder früher abzuholen als üblich. Die Erzieherinen sind nun ebanfalls nicht mehr vor Ort.

  • 15.13 Uhr: Das Ordnungsamt der Stadt Gütersloh hat vorsorglich die Schließung der Weihnachtsmarktes und des Wochenmarktes veranlasst.

  • 15.09 Uhr: Der große Weihnachtsbaum am Kreisverkehr „Buschhoffs Kreisel“ im Westen der Ahlener Innenstadt ist von einer starken Böe erfasst und in leichte Schieflage versetzt worden. Mitarbeiter der Umweltbetriebe sowie des hinzugezogenen Gartenbaubetriebs, der den Baum im Auftrag der ansässigen Kaufleute aufgestellt hatte, richteten ihn laut Stadtsprecher Frank Merschhaus wieder auf und sicherten ihn.

  • 15.08 Uhr: Vorsorglich ist die Universität in Bielefeld geschlossen worden. Alle Beschäftigen und Studierenden sind vom Rektor in einer E-Mail aufgefordert worden, das Gebäude ohne Verzögerung zu verlassen.

  • 14.57 Uhr: In Verl haben mehrere Kindertagesstätten Eltern angerufen - mit der Bitte, ihre Kinder bis 14 Uhr abzuholen.

  • 14.28 Uhr: Die Feuerwehr im Kreis Gütersloh meldet bisher noch keine Einsätze, die mit dem Sturmtief zusammenhängen.

  • 14.19 Uhr: Wegen der ab 14 Uhr geltenden amtlichen Orkanwarnung des Deutschen Wetterdienstes im Zusammenhang mit dem Sturmtief Xaver schließt die Kreisverwaltung in Soest um 13 Uhr das Kreishaus mit allen Nebenstellen. Ausgenommen sind selbstverständlich Leitstelle und Rettungsdienst. Die Abteilung Schulverwaltung weist darauf hin, dass ab 13 Uhr auch die Turnhallen der kreiseigenen Schulen geschlossen werden. Das Schulamt für den Kreis Soest hat allen Grund-, Haupt- und Föderschulen im Kreis Soest empfohlen, ab 13 Uhr zu schließen.

  • 14.07 Uhr: Kleiner Trost für die Beckumer Kinder: Der für Donnerstag abgesagte Nikolaus-Umzug wird auf Sonntag verlegt, wie der ausrichtende Heimatverein erklärt hat. Um 17 Uhr wird der Heilige Mann mit seinem Gefolge dann auf dem Weihnachtsmarkt vor dem historischen Rathaus erwartet.

  • 13.58 Uhr: Auch der Bielefelder Weihnachtsmarkt schließt wegen der Unwetterwarnung. Aus Sicherheitsgründen trafen das Ordnungsamt der Stadt Bielefeld, die Feuerwehr und die Bielefeld Marketing GmbH als Veranstalter die Entscheidung, den Weihnachtsmarkt in der Bielefelder Innenstadt am Donnerstag ab 15 Uhr zu schließen.



  • 13.44 Uhr: Die Stadt Rheda-Wiedenbrück empfiehlt, beide Weihnachtsmärkte, den Christkindlmarkt in Wiedenbrück und das Adventskrämchen in Rheda, am Donnerstagnachmittag zu schließen. Nach Auswertung der aktuellen Wetterprognosen und intensiven Gesprächen mit anderen Behörden wird allen Bürgern dringend empfohlen, sich zwischen 14 und 20 Uhr auf schwere Sturmböen einzustellen und sich in festen Gebäuden aufzuhalten. Das Ordnungsamt bestätigt damit seine gestrige Warnung. Es empfiehlt weiterhin alle beweglichen Gegenstände rund ums Haus wie Blumentöpfe und Mülltonnen sicher aufzustellen und sich per Radio und Internet über die aktuelle Wetterlage zu informieren.

  • 12.53 Uhr: Sturmabsage der Auszeichnungsveranstaltung „Haus der kleinen Forscher“ auf Haus Nottbeck in Stromberg. Geplant war eine Veranstaltung zur Auszeichnung von zehn Grundschulen und Kindergärten, die mit ihren Vertretungen am Donnerstagnachmittag um 14.30 Uhr aus dem ganzen Kreisgebiet anreisen wollten. Erwartete Teilnehmerzahl 170, die Hälfte davon Kinder.

  • 12.51 Uhr: Angesichts der aktuellen Sturmwarnung werden die Wege in den Wäldern Lohmanns Wäldchen, Haus Borg und Am Breiten Busch gesperrt. Das teilt die Gemeinde Everswinkel mit. Auch nach dem Sturm wird weiterhin eine akute Gefahr durch Astbruch und umstürzende Bäume bestehen. Erst nach einer Kontrolle durch die Gemeindeverwaltung werden die Wege wieder freigegeben. Auch nicht offiziell gesperrte Wälder – insbesondere im Außenbereich – müssen aus Sicherheitsgründen während des Sturmes und Tage danach gemieden werden.

  • 12.30 Uhr: Die Umweltbetriebe der Stadt Ahlen haben zur Vorbereitung auf „Xaver“ den Bereitschaftsdienst aktiviert, der sonst für den Winterdienst zuständig ist. Mit diesen zehn Kräften könne man schon einiges leisten, ist Stadtsprecher Frank Merschhaus sicher. „Am Bauhof sind sie darauf eingestellt, dass in den nächsten Stunden etwas von oben kommen kann - Schnee, Äste, oder auch mal ein Plakatständer“, sagt er.

  • 12.27 Uhr: In der Feuerwehr-Hauptwache Ahlen ist ein Stabsraum als mögliches Lagezentrum abseits der Einsatzzentrale eingerichtet worden, wie Wehrchef Walter Wolf erläutert. In dem Fall, dass Xaver Ahlen hart trifft, wird dieses auf Knopfdruck aktiviert. Alle eingehenden Notrufe werden darin von der Feuerwehr zusammen mit Vertretern von Polizei und zum Beispiel des Abwasserwerks beurteilt und priorisiert. Von dort aus werden die zu erledigenden Einsätze dann gebündelt an die Gerätehäuser im Stadtgebiet weitergegeben. Wolf geht aber zur Zeit davon aus, dass in Ahlen kein Sturm sondern nur eine starke Windlage ankommen werde, so dass keine größeren Schäden entstehen. Da die Bäume keine Blätter trügen und der Boden nicht durch Dauerregen aufgeweicht sei, bestehe zum Beispiel relativ wenig Gefahr, dass Bäume umfallen. „Ich rechne zur Zeit damit, dass wir relativ glimpflich davonkommen“, sagt er mit Blick auf die Wetterprognosen. Beim verheerenden Sturm Kyrill 2007 etwa habe sich bereits früh abgezeichnet, mit welcher Wucht er die Gegend erreichen würde.

  • 12.27 Uhr: Beim Gütersloher Fachbereich Ordnung wartet Leiter Thomas Habig noch weitere Informationen ab. Noch seien keine Maßnahmen ergriffen worden. Mit den Veranstaltern der Weihnachtmärkte in Spexard und Friedrichsdorf, die am Freitagnachmittag beginnen sollen und wo der Aufbau läuft, sei gesprochen worden. Habig: „Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt.“

  • 12.19 Uhr: Im Kreis Gütersloh sind sämtliche Feuerwehren und Löschzüge vorgewarnt worden. Das Kreisordnungsamt hat die örtlichen Ordnungsämter informiert, damit sie gegebenenfalls Maßnahmen etwa mit Blick auf die Weihnachtsmärkte veranlassen. Wolfgang Hildebrandt, Sprecher des Kreisfeuerwehrverbands, sagt, es seien Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten von 110 bis 115 Stundenkilometern vorhergesagt. Morsche Äste und schadhafte Dachziegel könnten sich lösen. Das sei für die Feuerwehr noch eine eher normale Lage. Bei Kyrill hätten die Windgeschwindigkeiten zwischen 120 und 150 Stundenkilometern gelegen. Die Angaben würden stündlich präziser.

  • 12.14 Uhr: Erste Schulen lassen ihren Unterricht in den Mittagsstunden ausfallen. Gleiches gilt für Kindergärten. Wie der Kreis Gütersloh mitteilt, müssen Betreuungseinrichtungen gewährleisten, dass Kinder während der „roten Phase“ des Sturms (14 bis 20 Uhr) betreut werden, falls deren Eltern nicht in der Lage sind ihre Kinder rechtzeitig abzuholen.

  • 12.00 Uhr: Trotz des angekündigten Orkantiefs soll der Verler Adventsmarkt an der St.Anna-Kirche am kommenden Wochenende wie geplant ablaufen. Nur bei orkanartigen Sturmböen müsse man die Hütten schließen, sagte Thomas Pankoke, Organisator des Adventsmarkts.

  • 11.49 Uhr: Gütersloh Marketing fordert die Beschicker des Gütersloher Weihnachtsmarkts auf dem Berliner Platz auf, die Stände zu schließen und alle Schirme einzuholen. Das Bühnenprogramm fällt aus. De facto wird der Weihnachtsmarkt damit geschlossen. „Es wird wohl doch stürmischer als erwartet“, sagt Veranstaltungsmanagerin Eva Willenborg.

  • 11.46 Uhr: Die Feuerwehr Beckum bereitet sich auf den Sturmeinsatz vor. Zur Stunde wird ein Stabsraum eingerichtet, um die optimale Koordinierung der Einsatzkräfte bei einer komplexen Lage sicherzustellen. Bereits am sind die Motorsägen der Wehr vorsorglich überprüft worden, wie Feuerwehr-Leiter Maercus Scheele erklärte.

  • 11.37 Uhr: Die ersten Glätteunfälle des meteorologischen Winters haben sich am Donnerstagmorgen im Kreis Warendorf ereignet. Überfrierende Nässe bescherte den Verkehrsteilnehmern vor allem im Südkreis glatte Straßen, so dass es zu 17 Verkehrsunfällen kam.

  • 11.02 Uhr: Der Weihnachtsmarkt in Beckum und das Weihnachtswäldchen Warendorf bleiben am Donnerstag vorsorglich geschlossen. Wie die Stadtverwaltung in Beckum am Donnerstagvormittag bekannt gab, fällt auch der Nikolausumzug aus.

  • 8.00 Uhr: Münster richtet sich auf Orkantief „Xaver“ ein. Die Meteorologen rechnen in der Nacht auf Freitag mit besonders schweren Sturmböen. Das Ordnungsamt empfiehlt den privaten Betreibern der Weihnachtsmärkte in Münster, die Stände am Donnerstag wegen der Sturmwarnung geschlossen zu halten. Die Stadt geht selbst mit sicherem Beispiel voran: Der von einer Tochtergesellschaft betriebene Markt am Stadthaus bleibt zu.

Tipps vom Deutschen Wetterdienst

Es treten orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 115 Stundenkilometern anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. Schnee soll abends ab 500 Meter Höhe fallen. Laut Wetterdienst können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. 

Deshalb sollte auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder andere Gegenstände geachtet werden. Der Wetterdienst rät außerdem: „Schließen Sie alle Fenster und Türen. Sichern Sie Gegenstände im Freien. Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien.“

112 nur bei Notfällen wählen

Bitte nur Gefahrenstellen und Schäden, bei denen sofortige Hilfe gebraucht wird und die Gesundheit oder das Leben bedroht sind, unter der Notrufnummer 112 melden. Dazu zählt beispielsweise nicht der abgeknickte Ast im Garten. Die Telefonleitungen sollten während eines Unwetters für Notfälle freigehalten werden.

Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, können auch nach dem Unwetter gemeldet werden. Alle Kräfte der Feuerwehren und des Rettungsdienstes können somit im Falle eines schweren Sturms für dringende Notfälle eingesetzt werden.

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