Mann gesteht Vergewaltigung im Gefängnis
Ein Geständnis hat ein 34-Jähriger zum Prozessauftakt vor dem hagener Landgericht abgelegt. Er hatte im August 2012 eine Angestellte der Haftsanstalt in Schwerte in ihrem Büro überwältigt, geüwrgt und vergewaltigt.

„Ich habe die Dinge gemacht, die vorgelesen wurden“, sagte er.

Der aus Dortmund stammende Mann ist ein Wiederholungstäter. Zur Tatzeit verbüßte er eine achtjährige Haftstrafe, zu der ihn das Bochumer Landgericht im Mai 2010 wegen der brutalen Vergewaltigung einer Arbeitskollegin verurteilt hatte.

Opfer hatte keine Chance

Die Justiz-Angestellte, die im Schwerter Gefängnis als Lehrerin arbeitet, hatte keine Chance. Unter einem Vorwand betrat der 34-Jährige ihr Büro, dann ging alles ganz schnell. Laut Anklage packte der Mann die Frau mit den Händen am Hals und drückte zu. Dann versperrte er die Tür, schob noch einen Kühlschrank von innen davor und zwang sein Opfer zu sexuellen Handlungen. Erst nach einer knappen Stunde konnten Wachtmeister den Häftling damals überwältigen.

Der Mann hatte sich zuvor mit einer Rasierklinge, die er an den abgebrochenen Griff einer Zahnbürste geklebt hatte, selbst in den Hals geschnitten. Er habe schon Tage vor der Geiselnahme seinen Selbstmord geplant, sagte der Angeklagte. Eigentlich habe er seinen Kopf in eine Tüte stecken und einfach sich ersticken wollen. Dabei sollte ihm die JVA-Angestellte zusehen. Nur deshalb habe er sie überwältigt.

Die Frau hegt nach Angaben ihres Rechtsanwalts Klaus Schmitz „keinen Groll gegen den Angeklagten“. Das Hagener Landgericht hat für den Prozess zunächst noch vier Verhandlungstage bis zum 10. Juli angesetzt.

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