Mann missbraucht Baby - Anklage erhoben
 

Die 21 Jahre alte Mutter der kleinen Amy-Marie hatte den Säugling während eines Disko-Besuchs Ende Februar bei ihrem Freund in Herford zurückgelassen. Der 25-Jährige war nicht der Vater des Kindes. Der Staatsanwaltschaft zufolge hat er das Mädchen schwer missbraucht und dann umgebracht, um den Missbrauch zu vertuschen. Es sollen eindeutige DNA-Spuren gefunden worden sein.

Der Mann hatte nach der Tat selbst einen Notarzt alarmiert. Zunächst war es gelungen, das Baby wiederzubeleben. Es starb jedoch wenig später im Krankenhaus. Bei der Obduktion stellte sich heraus, dass das Mädchen an Herz- und Kreislaufversagen in Folge eines „heftigsten Schütteltraumas“ gestorben war. Außerdem wies der Körper des Kindes Anzeichen stumpfer Gewalteinwirkung auf, die innere Blutungen verursachte. Der Freund der Mutter sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

 In Vernehmungen hatte der 25-Jährige ausgesagt, er habe das Kind wiederbeleben wollen. Er habe es erst geschüttelt und geohrfeigt, als es bereits leblos war. Einen sexuellen Missbrauch bestritt er. Sein Anwalt sagte, er sehe in dem Fall keinen Mord und kündigte eine Erklärung seines Mandanten im Laufe des Prozesses an. Einzelheiten wollte er nicht nennen. Prozessbeginn ist am 18. August. 

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