Manno vom SC Preußen zu Viktoria Köln
Bild: Penno
Überraschender Wechsel: Gaetano Manno (r., hier im Zweikampf mit Dortmund David Solga) verlässt Preußen Münster und schließt sich dem Regionalligisten Viktoria Köln an.
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„Wir haben letztlich dem wiederholten Wunsch des Spielers nach einem Vereinswechsel entsprochen“, kommentierte Preußen-Sportvorstand den Wechsel von Manno nach Köln, wo der 31-Jährige seinen ehemaligen Osnabrücker Trainer Claus-Dieter Wollitz wiedertrifft. Manno wird bereits seit einigen Wochen mit Viktoria in Verbindung gebracht, zunächst hatte Münster aber sein Veto eingelegt.

Holt soll in Velbert Spielpraxis sammeln, sein Vertrag beim SC Preußen läuft noch bis zum 30. Juni 2015. Auch Ersatztorhüter Cedric Wilmes verlässt Münster, er unterschrieb gestern einen neuen Vertrag beim Regionalligisten Alemannia Aachen. Malte Grashoff dagegen bleibt beim SCP, er hat den interessierten Vereinen eine Absage erteilt.

Samstag gegen Wehen Wiesbaden

Sportlich geht es für den SC Preußen am Samstag gegen den SV Wehen Wiesbaden weiter (Anstoß 14 Uhr). Seit sieben Spielen ist Münster in der 3. Fußball-Liga ungeschlagen und hat sich von Platz 17 auf 11 vorgearbeitet. Von einer sportlichen Konsolidierung nach der teils katastrophalen Hinrunde darf man mit Blick auf das dicht gedrängte Liga-Mittelfeld aber wohl erst dann sprechen, wenn der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz trotz sieben Rängen Differenz mehr als drei Punkte beträgt. Die Lage bleibt angespannt.

Münster die Remis-Könige der Liga

Das hat gewiss auch damit zu tun, dass die Preußen die Remis-Königen der 3. Liga sind. Ein Blick in die Statistik zeigt: Zehn der 22 Saisonspiele endeten unentschieden, nur Aufsteiger Kiel hat so ebenso viele Remisen auf dem Konto. Dass Münster nur sechs Spiele verloren hat – weniger Niederlagen kassierte lediglich Spitzenreiter Heidenheim (2) – ist durchaus beachtlich, nutzt aber in der Zwischenbilanz wenig, weil in 22 Anläufen nur sechs Siege zu Buche stehen. Nur die letzten Drei aus Kiel, Burghausen und Saarbrücken haben noch seltener gewonnen.

Genug der Zahlenspiele. Samstag will der SCP seinen Aufwärtstrend mit dem siebten Saisonsieg untermauern und hofft dabei auf etwas mehr Abschlussglück als beim 0:0 vor einer Woche in Erfurt. Unterm Strich ging das Ergebnis in Ordnung, allerdings ließen die Preußen einige Topchancen liegen. Die fehlende Durchschlagskraft im Angriff ist aktuell das größte Manko, drei der letzten fünf Spiele endeten 0:0.

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