Maschsee-Mord gilt als aufgeklärt
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Ein Feuerwehrmann übergibt am 1. November am Maschsee in Hannover eine Mülltüte an Ermittler, welche zuvor von einem Polizeitaucher geborgen wurde. Am Tag zuvor wurden Teile einer weiblichen Leiche im Maschsee gefunden.

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Der junge Mann aus Hannover ist für die Fahnder kein Unbekannter. Wegen Körperverletzung und Drogendelikten wurde er nach Angaben der Polizei bereits zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt. Ersten Ermittlungen zufolge sympathisiert er mit der rechten Szene und neigt zu Gewaltfantasien. „Er ist dringend verdächtig, die 44-Jährige getötet zu haben“, teilte die Polizei am Donnerstag mit.

Verdächtiger schweigt nach Festnahme

Der Verdächtige schwieg nach seiner Festnahme und machte keine Angaben zu dem Verbrechen. Eine Zeugin hatte bereits am vergangenen Freitag den entscheidenden Hinweis gegeben. Obwohl zum möglichen Motiv des 24-Jährigen noch keine konkreten Erkenntnisse vorlägen, erließ das Amtsgericht Hannover umgehend Haftbefehl.

Nach dem Hinweis der Zeugin war am Mittwoch bereits eine 36-Jährige festgenommen worden, die mit der EC-Karte des Opfers Geld abgehoben hatte. Auch sie schwieg bei ihrer Vernehmung. Es ist unklar, inwieweit sie in das Verbrechen verstrickt ist.

Rückblick

Passanten sehen bei einem Spaziergang an dem beliebten Ausflugsziel am 31. Oktober Leichenteile in dem See schwimmen. Bei mehreren Suchaktionen findet die Polizei weitere Teile des Körpers, einen Maurerhammer, eine Bügelsäge, einen Winkelschleifer sowie Kleidungsstücke. Die Fahnder werten fast 90 Stunden Videomaterial aus einer Überwachungskamera aus. Zunächst bleiben die Ermittlungen jedoch ohne Erfolg. Bis zum Hinweis der Zeugin am vergangenen Freitag.

Das 44-jährige Opfer stammte aus Ibbenbüren und lebte erst seit dem Sommer in Hannover. Zuvor war sie lange Zeit in Bielefeld gemeldet. Die Frau konnte durch Fingerabdrücke aus einem Ermittlungsverfahren identifiziert werden.

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