Maßgefertigte Arznei aus der Apotheke
Bild: ABDA

In Apotheken hergestellte Salben werden zumeist in sogenannten Kruken (Bild) abgegeben.

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Die Zahlen ermittelte das Deutsche Arzneiprüfungsinstitut durch die Auswertung von Verordnungen. „Insgesamt dürfte die Zahl sogar noch deutlich höher liegen, weil Rezepturen für Privatversicherte oder auf direkte Nachfrage gar nicht erfasst werden. Das sagte René Graf, Vizepräsident der Apothekerkammer Westfalen-Lippe. „Rezepturarzneimittel sind in vielen Fällen unersetzlich, zum Beispiel wenn ein Kind ein Medikament in einer Dosis braucht, für die es kein industrielles Arzneimittel gibt.“

Der Großteil der 1,562 Millionen maßgefertigten Medikamente für gesetzlich Versicherte entfiel 2013 auf so genannte allgemeine Rezepturen (900.000), zum Beispiel Kapseln, Salben oder Zäpfchen. Jede Apotheke kann solche allgemeinen Rezepturen herstellen.

Davon abgegrenzt werden Spezialrezepturen, zum Beispiel für die Heroinersatz- oder Krebstherapie. „In Westfalen-Lippe wurden insgesamt rund 460.000 Methadon-Zubereitungen hergestellt“, erklärte Graf.

Die Anforderungen an die Herstellung von Rezepturarzneimitteln sind in den vergangenen Jahren gestiegen. So ist seit 2012 vorgeschrieben, dass der Apotheker bei jeder einzelnen Rezeptur die Plausibilität der Verordnung erneut überprüfen und minuziös dokumentieren muss. 

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