Medizin-Notfall im Pflegeheim verhindern
Die ärztliche Versorgung der Pflegeheimbewohner soll verbessert werden.

Das Modellprojekt wird vom Land NRW, der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) und den gesetzlichen Krankenkassen getragen. Demnach soll sich die ärztliche Versorgung der Menschen, die in Pflegeheimen in Westfalen-Lippe leben, ab dem 1. Juli verbessern. Das Modellprojekt startet zunächst in den fünf Regionen Münster, Kreis Lippe, Bünde (Kreis Herford), Unna und Marl.

Um das Ziel zu erreichen, werden in den Modellregionen niedergelassene Haus- und Fachärzte die Heimbewohner regelmäßig untersuchen, feste Sprechstunden in den Einrichtungen anbieten und jeweils vor den Wochenenden den Gesundheitszustand der Heimbewohner gemeinsam mit dem Pflegepersonal erörtern. „Ein wegweisender Schritt zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in Pflegeheimen“, erklärte NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne).

Die Heimbewohner werden von der engmaschigen ärztlichen Betreuung erheblich profitieren“, betonte Dr. Gerhard Nordmann, Zweiter Vorsitzender der KVWL. Auch die gesetzlichen Krankenkassen begrüßen den Start des Modellprojektes. „Durch die vernetzte Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Pflegepersonal werden wir die medizinische Versorgung und damit auch die Lebensqualität der Patienten in Pflegeheimen deutlich verbessern“, unterstrich Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK Nordwest. Das gebe den betroffenen Heimbewohnern, aber auch deren Angehörigen mehr Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung.

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