Mehr Heimkinder im Erzbistum Paderborn
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Mehr Kinder sind in Heimen untergebracht.
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„Nicht nur Lehrer und Jugendämter, sondern auch die Öffentlichkeit schaut heute genauer hin als noch vor ein paar Jahren.“ Die Jugendämter würden heute früher und konsequenter auf Anzeichen für Missbrauch, Misshandlung oder Verwahrlosung von Kindern reagieren, sagte Pröger. Zugleich sei das Angebot an frühzeitigen Hilfen für solche Kinder ausgebaut worden. In vielen Fällen sei eine vorübergehende stationäre Unterbringung die richtige und notwendige Hilfe. Und weil die Ämter früher reagierten, hätten es die Betreuer mit immer mehr jüngeren Kindern zu tun. Dieser Trend sei bundesweit zu beobachten, sagte Pröger, und lasse sich auch an den Zahlen der 26 Heime der Caritas für das Erzbistum ablesen. Trotz geburtenschwacher Jahrgänge und des Ausbaus ambulanter Hilfen wurde demnach die Zahl der Plätze im Erzbistum seit 2005 um 22 Prozent erhöht. In den Heimen gebe es nun 1724 Plätze, 54 mehr als vor Jahresfrist. Stetig steigt auch die Nachfrage nach Spezialangeboten und Intensivgruppen. Aktuell werden in 40 Intensivgruppen 265 Kinder und Jugendliche rund um die Uhr betreut, 2005 waren lediglich 113 Plätze angeboten worden.

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