Mehr Raum für Tagungsgäste und Familien
Bilder: Kutzendörfer
Zusätzliche 63 Betten in 16 Zwei- und Vier-Bettzimmer finden im großen Anbau Platz.
Bilder: Kutzendörfer

Auf den Bannern am Jugendgästehaus Aasee ist es bereits zu lesen: Bis spätestens Herbst ist der Ausbau der Einrichtung abgeschlossen. Hausleiterin Christiane Heinichen bestätigt das: „Wir werden fertig“, sagt sie erleichtert. „Stichtag für den Erstbezug ist der 19. August.“

Bau bei laufendem Betrieb

Seit April 2018 erweitert das Deutsche Jugendherbergswerk Landesverband Westfalen-Lippe das Jugendgästehaus an der Bismarckallee in Münster – und das, von zwei Wochen abgesehen, bei laufendem Betrieb. Selbstverständlich habe es viel Lärm im Gebäude gegeben, sagt Christiane Heinichen und erinnert sich an die Geräusche, die das Setzen der zehn Meter tiefen Betonpfähle verursacht hat. Aber alle Gäste seien informiert gewesen und viel habe auch draußen stattfinden können. Einige wenige Tagungen seien abgesagt worden, wofür die Chefin des Hauses aber Verständnis hat.

Hausleiterin Christiane Heinichen und Heiner Sturm (Bauabteilung des Jugendherbergswerks).
Gerade um Tagungsgäste ist Christiane Heinichen nicht bang. Die schätzten das Jugendgästehaus sehr, und für sie wird es ja noch besser: Zehn Tagungsräume hält das Haus nun vor, darunter den neuen 130 Quadratmeter großen im Erdgeschoss des größeren Anbaus. „Wir hatten immer wieder Nachfragen, ob wir nicht Platz für bis zu 120 Tagungsgäste haben“, erzählt Heinichen. Das kann sie nun bejahen – die Zahl der Buchungen sei bereits jetzt groß. „Wir haben hier auch viele Familientreffen“, sagt sie.

91 Zimmer, 291 Betten

Über den Tagungssaal im großen Anbau kommen zwei Geschosse mit 63 Betten in 16 Zwei- und Vier-Personen-Zimmern mit eigenem Bad und WC, wodurch sich die Gesamtzahl der Zimmer im Jugendgästehaus auf 91 und die der Betten auf 291 erhöht. „Die neuen Zimmer sind größer und kommen vor allem Familien zugute“, sagt Heiner Sturm von der Bauabteilung des Jugendherbergswerks. In ihnen könne auch schon mal ein fünftes oder sechstes Bett hinzugestellt werden. „Mindestens 30 Prozent der Gäste im Haus machen Familien aus“. berichtet Sturm.

Natürlich und doch modern: im neu entstandenen Speisesaal.
Mithilfe eines zweiten, kleineren Anbaus wurde der bestehende Speisesaal erweitert. Auch eine Außenterrasse für die Gäste wurde gebaut. „Früher wurde das Essen durch die Eingangshalle transportiert“, erzählt Christiane Heinichen von der damals etwas ungünstigen Struktur. Auch das ist jetzt besser geregelt. Zudem wurden die Rezeption verlegt und die Büroräume der Verwaltung umstrukturiert.

Zwei Dutzend Parkplätze

Parkplätze am Haus gibt es knapp zwei Dutzend – wie zuvor. „Sie reichten nie, aber jetzt sind es auch nicht mehr“, sagt Heinichen. „In Bielefeld gibt es nicht einen einzigen Parkplatz“, erzählt sie. Aber einen Fahrradkeller gibt‘s im Haus am Aasee.

SOCIAL BOOKMARKS