Milchkontor setzt auf Käseproduktion

Hat Vorteile für die Milchbauern: Käse bietet bessere Verdienstmargen. Rund ein Drittel des Umsatzes macht Deutschlands größte Molkerei DMK bereits mit Käse; der Anteil soll ausgebaut werden. In Edewecht (Kreis Ammerland, Bild) betreibt das DMK Europas größte Käserei.

Das DMK ist aus der Fusion der beiden Großmolkereien Humana und Nordmilch entstanden. Bis 2014 sollen nach Angaben von Dr. Josef Schwaiger, Sprecher der DMK-Geschäftsführung, vorhandene Doppelstrukturen abgebaut sein: An zehn von 23 Standorten stehen Veränderungen in der Produktion an, die Werke in Strückhausen (Kreis Wesermarsch) und Magdeburg werden bis Ende des Jahres geschlossen. Bis zu 156 Stellen der 5700 werden durch die neue Werksstruktur wegfallen.

60 Millionen Euro sollen so eingespart werden. „Wir sind voll im Plan“, sagte Schwaiger. Die Fusion werde von den Mitarbeitern gut akzeptiert. Weniger als 15 Mitarbeiter hätten wegen der Verschmelzung ihre Stelle aufgegeben.

Umsatz von 4,6 Milliarden Euro

Das Fundament des neuen Unternehmens sei solide, sagte Schwaiger. Im ersten Jahr am Markt habe das DMK einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro erzielt, eine halbe Milliarde Euro mehr als die Vorgängerunternehmen zusammen. Als Gewinn wurden 21 Millionen Euro erwirtschaftet.

Nicht ganz befriedigend sei der für die Landwirte besonders wichtige Auszahlungspreis für die Milch gewesen. Sie erhielten 2011 im Schnitt 34,19 Cent je Liter – 0,4 Cent weniger als bei anderen Molkereien in der Region. Doch in den ersten fünf Monaten dieses Jahres habe sich das Blatt gewendet: Die Landwirte erhielten in diesem Zeitraum 0,35 Cent je Liter mehr als bei anderen Molkereien.

Weitere Details, Hintergründe und ein Kurzinterview mit dem Sprecher der DMK-Geschäftsführung, Dr. Josef Schwaiger, in der Mittwochsausgabe der „Glocke“.

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