Ministerin Karliczek lobt Westfalen
Bild: Reinkemeier
Haben sich über die große Resonanz beim Sommerfest der Bezirksregierung Münster gefreut: (v. l.) Dorothee Feller (Regierungspräsidentin), Anja Karliczek (Bundesministerin für Bildung und Forschung) und Dr. Ansgar Scheipers (Regierungsvizepräsident).
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Gut gelaunt versammelten sich Vertreter aus Politik (auch von Bund und Land), Wirtschaft, Verwaltung, Kirche, Hochschule, Justiz und Militär. Der Hauptgast hatte aus Berlin den weitesten Weg nach Münster hinter sich.

„Vieles in dieser Region läuft besser“

Doch für Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, war es fast so etwas wie ein Heimspiel. Schließlich wuchs die 47-Jährige nicht weit entfernt vom Münsterland in Brochterbeck im Tecklenburger Land auf. Daher griff die Ministerin auch die Werte der Menschen in Westfalen in ihrer Rede auf. Die Region habe innovative Unternehmen und funktionierende Familienstrukturen, sagte sie. „Vieles in dieser Region läuft besser als in anderen Teilen des Landes“, fügte sie hinzu.

Die Ministerin wurde in ihren Grußworten aber auch deutlich, dass es noch viel zu tun gebe. Ein Großteil der Gäste sei ebenso wie sie in dem Glauben aufgewachsen, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. „Doch die letzte Zeit zeigt, dass das nicht selbstverständlich ist“, sagte sie mit Blick auf die Vorkommnisse in Chemnitz in den vergangenen Tagen. Daher müsse auch in Westfalen jeden Tag für den Frieden gearbeitet werden.

Feller weist auf Mängel hin

Als Schlüssel zum Erfolg nannte Karliczek die Bildung und die Wissenschaft. Sie verwies dabei auch auf die Chancen künstlicher Intelligenz und der Digitalisierung. Für den Austausch von Wissen müsse bereits in den Kitas der Grundstein gelegt werden.

Regierungspräsidentin Dorothee Feller freute sich über den Besuch und die Worte der Bundesministerin. Auch für sie sei die Bildung eines der Hauptthemen ihrer Arbeit, sagte sie. Um diesen Bereich verbessern zu können, gebe es allerdings in ihren Augen noch Handlungsbedarf. Vor allem bei der Ausstattung der Schulen mit Blick auf die Digitalisierung, beim Lehrermangel und bei der hohen Abbrecherquote in Studium und Lehre müsse angesetzt werden. „Die Ausstattung sollte ein Aushängeschild sein“, betonte sie.

Einig waren sich Karliczek und Feller darüber hinaus in dem Punkt, dass es für Kommunen noch einfacher werden müsse, Fördermittel für Schulen abzurufen.

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