Missbrauch in Lügde: Ein Verfahren eingestellt
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Mindestens 40 Kinder sollen über mehrere Jahre auf dem Campingplatz in Lügde (Kreis Lippe) missbraucht worden sein. Jetzt ist das Verfahren gegen einen der Angeklagten eingestellt worden.
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Aus der Aussage seiner Tochter hatte sich der Verdacht der Beihilfe zu Taten des Hauptbeschuldigten ergeben, teilten die Ermittler am Mittwochmittag mit. Ihr Vater habe sie weiter dem Hauptbeschuldigten anvertraut, obwohl sie ihm von sexuellen Übergriffen berichtet habe. Die Taten sollen Anfang der 1990er-Jahre stattgefunden haben.

Mögliche Taten wären schon verjährt

Anhaltspunkte dafür, dass der Hauptbeschuldigte bei den von der Zeugin geschilderten sexuellen Handlungen Gewalt oder Drohungen anwandte, haben die Ermittlungen nicht ergeben.

Wären aufgrund des damaligen Alters der heute 39 Jahre alten Zeugin eine Strafbarkeit wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Betracht gekommen, wären die Taten allerdings eh bereits verjährt. Daher können diese nicht mehr verfolgt werden, heißt es in der Mitteilung weiter.

Auf dem Campingplatz sollen über mehrere Jahre mindestens 40 Kinder missbraucht worden sein.

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