Mitarbeiter nach Banküberfall noch im Krankenhaus
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Gegen die beiden Bankräuber, die am Freitag in Bielefeld-Sennestadt eine Sparkassen-Filiale überfallen haben, ist am Sonntag Haftbefehl erlassen worden. Das Bild zeigt Ermittler bei der Spurensicherung am Tatort.
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Dafür hätte sich am Samstag eine andere Mitarbeiterin in Behandlung begeben müssen, so dass sich insgesamt weiter drei Angestellte im Krankenhaus befänden. „Es geht nicht nur um körperliche Verletzungen, sondern auch um seelische Verwundungen“, erläuterte er.

Unterdessen hat ein Richter Haftbefehle gegen die beiden mutmaßlichen Bankräuber erlassen. Bei den Verbrechern soll es sich laut Polizei um zwei 26- und 29-jährige Südosteuropäer handeln, die ihren Wohnsitz nicht in Bielefeld haben.

Die betroffene Sparkassen-Filiale bleibt am Montagmorgen zunächst geschlossen. Im Tagesverlauf soll dann nach Unternehmensangaben entschieden werden, wann und wie es dort weitergeht.

Manche Mitarbeiter haben jahrelang mit den Folgen zu kämpfen

Die Sparkassen verfügten über ein ausgefeiltes Programm zur psychologischen Betreuung von Angestellten nach Überfällen. „Die Mitarbeiter müssen betreut werden, das tun wir“, unterstrich der Sparkassen-Sprecher. Es gebe Mitarbeiter, die so etwas besser wegsteckten. Es gebe aber auch Menschen, die noch nach Jahren damit zu kämpfen hätten, schilderte er die grundsätzlichen Erfahrungen. Zur Höhe der Beute machten weder Sparkasse noch Polizei Angaben.

Beide Beschuldigte hätten den Haftbefehl verkündet bekommen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Ermittlungen in dem Fall seien auch über das Wochenende fortgesetzt worden.

Die beiden maskierten und mit Pistolen bewaffneten Männer waren am Freitag in die Filiale eingedrungen und feuerten mehrere Schüsse ab. Drei Mitarbeiter erlitten Verletzungen, als sie von den Tätern „körperlich angegangen“ wurden.

Räuber mit Schuss in Bein gestoppt

Einer der mutmaßlichen Räuber wurde von der Polizei mit einem gezielten Schuss ins Bein gestoppt. Ein anderer flüchtete zu Fuß, wurde wenig später aber gefasst.

Laut Medienberichten hatten zwei Zeugen den Überfall beobachtet und schnell reagiert. Eine Frau bemerkte vor der Bank auffällige Männer. „Dabei konnte ich sehen, dass die Sturmmasken trugen“, sagte sie. Sie bat einen Paketboten um Hilfe, der die Polizei rief und dann dem Bericht zufolge versuchte, Menschen aus dem Gefahrenbereich zu lotsen.

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