Moors: Bielefeld bleibt vor Münster
Bild: Münsterview
Kenner und interessierter Beobachter der Szene und seiner Ex-Clubs: Hans-Werner Moors ist davon überzeugt, dass Karlsruhe und Bielefeld direkt aufsteigen und Münster als Dritter die Relegation spielt. An den VfL Osnabrück glaubt der 62-Jährige nicht mehr.
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Die Nachholspiele am Mittwoch haben die tabellarische Schieflage beendet. Münster (65 Punkte) ist dem Top-Duo aus Karlsruhe (69) und Bielefeld (67) nach dem 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart II dicht auf den Fersen, Osnabrück (61) und Heidenheim (61) hinken etwas hinterher, sind aber noch nicht aus dem Rennen. So sieht es aus fünf Spieltage vor Saisonende.

Moors: „Bielefeld steigt direkt auf, Münster spielt die Relegation“

„Und so wird es bleiben. Karlsruhe und Bielefeld steigen direkt auf und Münster spielt die Relegation“, sagt mit Hans-Werner Moors ein Kenner der 3. Liga. Der 62-Jährige, der in seiner langen Laufbahn viermal Preußen Münster trainierte, als Kapitän mit Arminia Bielefeld zweimal in die erste Bundesliga aufstieg (1978 und 1980) und in der Saison 1997/97 acht Monate lang für den VfL Osnabrück verantwortlich war, ist noch immer interessierter Beobachter der Szene – und insbesondere seiner Ex-Clubs.

Sein Urteil: „Karlsruhe ist für mich der Topfavorit. Bielefeld sehe ich aufgrund der individuellen Qualität von Spielern wie Klos oder Hille einen Tick stärker als die Preußen, die wiederum die Riesenchance haben, mit einem Sieg gegen den KSC am Samstag ganz vorne reinzustoßen. Allerdings fehlt Münster vorne eine Knipser, weil sich Taylor in der Rückrunde sehr schwer tut.“

„Osnabrück hat zu viele Probleme“

Auch Heidenheim, nach dem 0:0 am Mittwoch in Halle vier Punkte hinter dem SC Preußen, hat Moors noch lange nicht abgeschrieben im Aufstiegsrennen. „Die haben mit den besten Kader in der 3. Liga.“ Dem VfL Osnabrück indes traut der 62-Jährige nach den Rückschlägen in den vergangenen Wochen nicht mehr den großen Wurf zu. „Der VfL hat zu viele Probleme im Verein, außerdem sitzt mir Pele Wollitz zu oft auf der Tribüne.“

Spätestens in vier Wochen werden die Entscheidungen im Aufstiegskampf gefallen sein – sportlich oder am grünen Tisch. Denn wenn Alemannia Aachen vorzeitig das Insolvenzverfahren eröffnet, wird das Tableau in der 3. Liga kräftig durcheinander gewirbelt. Münster bekäme sechs Punkte abgezogen, Karlsruhe vier, Osnabrück drei, Bielefeld und Heidenheim einen Zähler. Bis dahin rät Moors allen Beteiligten: „Es darf nicht so viel darüber geredet werden, was wann passieren könnte.“

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