Mordanklage gegen 15-Jährige zugelassen
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Eine 15-Jährige soll im November 2019 ihren dreijährigen Halbbruder in Detmold mit einem Messer getötet haben. Nun wird sie wegen Mordes angeklagt.
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Es sind zwei weitere Verhandlungstermine bis zum 30. April angesetzt. 22 Zeugen seien geladen. Wegen des jungen Alters der Angeklagten werde die Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Details zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft wollte das Gericht ebenfalls aus Jugendschutzgründen nicht nennen.

Bundesweites Entsetzen nach Tat

Der Fall hatte im November 2019 bundesweit Entsetzen ausgelöst. Mit 28 Messerstichen soll die 15-Jährige ihren schlafenden Halbbruder in der heimischen Wohnung in Detmold getötet haben. Angehörige hatten am Abend die Leiche des Jungen gefunden und die Polizei alarmiert. Die Jugendliche war am Folgetag im etwa neun Kilometer entfernten Lemgo festgenommen worden.

Tiefe Abneigung gegen Halbbruder

Die Ermittler hatten nach der Festnahme angegeben, dass sich die 15-Jährige selbst für die Täterin hielt, sich aber zugleich auf Erinnerungslücken berief. Sie soll eine tiefe Abneigung gegen den Halbbruder entwickelt haben. Ein erwartetes psychiatrisches Gutachten über die Angeklagte liegt nach Gerichtsangaben weiterhin nicht vor. Darin soll es früheren Angaben ihres Anwalts zufolge auch um die Frage der Schuldfähigkeit seiner Mandantin gehen.

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