Münster 1:1 - Bielefeld Tabellenführer
Bild: Penno
Viele Chancen, nur ein Tor: Preußen-Trainer Pavel Dotchev kam mit Münster gegen das Topteam aus Heidenheim zu einem 1:1.
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Eine Woche nach der Pokalsensation machten die Preußen da weiter, wo sie gegen Bremen aufgehört hatten. Aggressiv, kreativ, mit viel Zug zum Tor. Nach dem Beinahe-Eigentor von Heidenheims Sauter (9.) wurde es richtig turbulent. Nazarov zirkelte die Kugel an die Latte, den Abpraller setzte Grote wieder an den Querbalken, den nächsten Schuss parierte Gäste-Schlussmann Lehmann (10.). Dreifach-Chance binnen weniger Sekunden – Wahnsinn.

Zweimal Latte - dann schockt Sailer Münster

Als die Preußen sich noch die Haare rauften, schlug Heidenheim. Erster Torschuss, erstes Tor, Marco Sailer schockte Münster mit seinem 0:1. Schon wieder ein Rückstand. Angetrieben von den 6282 Zuschauern in Preußenstadion machten die Hausherren mächtig Dampf, blieben im Abschluss aber zunächst glücklos. Dominik Schmidt setzte eine Ecke des starken Dennis Grote erneut an die Latte, Nazarov zwang Torhüter Lehmann mit zwei Distanzschüssen zu weiteren Paraden (23., 33.). Münster machte das Spiel, aber Heidenheim blieb bei seinen Kontern gefährlich. Thurk stand plötzlich blank vor SCP-Keeper Masuch, doch der rettete mit einem Reflex zur Ecke.

Bischoff trifft zum 1:1

Münster kam mit Dowidat für Heise aus der Pause und erhöhte die Schlagzahl. Es dauerte nicht lange, gerade mal sechs Minuten, das fiel der längst überfällige Ausgleich. Spielmacher Amaury Bischoffs Freistoß flog aus 21 Metern an Freund und Feind und Heidenheims Torhüter Lehmann vorbei zum 1:1 in die lange Ecke. Die Preußen wollten jetzt mehr, konnten das Gäste-Abwehrbollwerk aber nicht mehr großartig in Gefahr bringen. Glück hatten sie in der 89. Minute, als Malura das leere Tor nicht traf, nachdem Masuch einen Distanzschuss hatte abprallen lassen.

Bielefeld nach 2:0 in Erfurt Spitzenreiter

Unterdessen hat Arminia Bielefeld seinen Höhenflug fortgesetzt. Der 2:0 (1:0)-Sieg bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt und die gleichzeitigen Patzer von Unterhaching und Osnabrück katapultierten den DSC an die Tabellenspitze der 3. Liga. Vier Siege in Folge, 14 Punkte – es läuft perfekt für die Mannschaft von Trainer Stefan Krämer, die am Mittwoch die Stuttgarter Kickers empfängt. Linksverteidiger Stephan Salger stellte die Weichen am Samstag in Erfurt mit seinem Führungstor in der 26. Minute auf Sieg. Pascal Testroet machte in einer phasenweise ruppigen Partie mit seinem 0:2 (72.) nur fünf Minuten nach seiner Einwechselung alles klar.

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