Münster gibt kein Geld für Katholikentag
Einen Barzuschuss für den 101. Katholikentag, der 2018 in Münster stattfinden soll, will die Stadt nicht zahlen. Nun wird geprüft, ob man das Treffen zumindest mit Sachleistungen unterstützen kann.

Stattdessen soll die Stadt das deutschlandweit größte katholische Laientreffen mit Sachleistungen unterstützen – zum Beispiel kostenlos Räume zur Verfügung stellen oder die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel freigeben. Zum Schluss der langen Debatte hätte die CDU um Oberbürgermeister Markus Lewe, die als einzige Fraktion den zunächst geplanten Barzuschuss von 1,2 Millionen Euro zweifelsfrei befürwortete, fast ihren Gegnern die Hand gereicht. Sie stellte den Antrag, beim ausrichtenden Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) nachzufragen, ob auch Sachleistungen in Höhe der in Aussicht gestellten Barmittel Zuspruch fänden. Zu einer Entscheidung darüber kam es nicht.

Sachleistungen im Gespräch

Ein guter Gastgeber für den Katholikentag, zu dem im Mai 2018 mindestens 55.000 Besucher erwartet werden, wolle die SPD sein, so der Fraktionsvorsitzende Michael Jung – auch wenn Sachleistungen aus Sicht des ZdK sicher nicht das Optimum darstellten. „An Peinlichkeit nicht zu überbieten“ sei es, den Zuschuss nicht zu gewähren, fand Stefan Leschniok (CDU). Seine Parteikollegen betonten, die Großveranstaltung sei von gesellschaftlicher Bedeutung, bringe aber auch ein wirtschaftliches Plus für die Region. Oberbürgermeister Lewe warnte vor einem „Nein“. Bisher haben alle Gastgeberstädte ihren Zuschuss geleistet – zuletzt Leipzig für 2016. Ob das ZdK den Katholikentag ohne finanzielle Unterstützung der Kommune in Münster ausrichten wird, entscheidet es im Mai.

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