Münster nur 2:2 - Bielefeld 1:1
Bild: Münsterview
Bedient nach dem dürftigen 2:2 gegen Erfurt: Münsters Erik Zenga (l.) und Julian Riedel.
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Viel Kampf und Krampf, reichlich Gewürge – und am Ende ein 2:2. „Ich bin schwer enttäuscht“, schüttelte Aufsichtsratschef Thomas Bäumer den Kopf. Trotz 45-minütiger Überzahl und einer 1:0-Führung musste Fußball-Drittligist Preußen Münster gestern Abend froh sein, gegen RW Erfurt noch einen Punkt gerettet zu haben.

Loose: „Alles war angerichtet“

„Alles war angerichtet, aber die zweite Halbzeit hat mich maßlos enttäuscht“, nahm Trainer Ralf Loose kein Blatt vor den Mund. Münster wähnte sich auf der Siegerstraße, nachdem Reichwein per 17-Meter-Freistoß durch die löchrige Erfurter Mauer mit dem Pausenpfiff zum 1:0 getroffen und Judt zudem Rot (Notbremse gegen Zenga) gesehen hatte. Doch mit zehn Mann drehte Erfurt durch die Tore von Bukva (48.) und Czichos (73.) das Spiel, ehe erneut Reichwein zumindest noch zum 2:2 traf (82.). Loose: „Wir haben den Gegner zum Toreschießen eingeladen und selbst hochkarätige Chancen liegengelassen.“

Preußen ohne Ideen und Tempo

44 Minuten lang bekamen die 8090 Zuschauer im Preußenstadion eine äußerst zähe Partie ohne Torraumszenen zu sehen. Gegen aggressiv attackierende und kombinationssichere Gäste taten sich die Preußen sehr schwer, das Spiel aufzuziehen. Keine Ideen, kein Tempo, keine Torgefahr. Bis kurz vor dem Pausenpfiff. Reichweins schmeichelhafte Führung war der Knotenlöser – dachte der Preußen-Anhang. Doch selbst das 1:0 plus Überzahl gab Münster keine Sicherheit. Defensiv packte der SCP einfach nicht entschlossen genug zu und baute den angeschlagenen Gast, der zudem mit dem nicht gegebenen Führungstreffer durch Bukva haderte (33.), wieder auf. Preußen-Trainer Loose brachte Piossek für Krohne, aber noch bevor die meisten VIP-Gäste ihre Plätze wieder eingenommen hatten, klingelte es. Czichos düpiert Riedel, Bukva schiebt ins lange Eck – 1:1 (48.).

Reichwein rettet zumindest noch einen Punkt

Und es kam noch dicker. Vorne vergaben Piossek (66.) und Reichwein (72.) jeweils per Kopf freistehend beste Chancen zur Führung, Czichos machte es besser und köpfte mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:2 ein (73.). Die Preußen in Schockstarre. Immerhin schnürte Reichwein noch den Doppelpack zum 2:2 – unter gütiger Mithilfe von Möckel (82.). Aufsichtsratschef Bäumer war dennoch bedient. Sein Urteil: „Feierabend-Fußball.“

Bielefeld erkämpft sich 1:1 in Duisburg

Im Duell der beiden ehemaligen Erstligisten trennte sich gestern Abend Arminia Bielefeld mit 1:1 von Gastgeber MSV Duisburg. Onuegbu brachte die Zebras in der 24. Minute in Führung. Kurz vor der Pause verhalf ein Standard den Gästen zum Ausgleich: Eine Ecke von Dick köpfte Börner unbedrängt ins lange Eck (38.). Bielefelds Coach Norbert Meier wechselte im Vergleich zum überzeugenden 2:0-Heimsieg über Fortuna Köln nur einmal. Für Sebastian Hille rückte Tom Schütz in die Mannschaft. Damit ergab sich eine Systemänderung zu einem 4-1-4-1-System mit Tom Schütz und Jonas Strifler auf den jeweiligen Halbpositionen. 

Beide Mannschaften waren zwar bemüht, offensiv fiel ihnen jedoch kaum etwas ein. Für Bielefeld verpasste Mast in der Schlussphase den möglichen Siegtreffer. Sein Schuss klatschte jedoch nur an den Querbalken des Duisburger Tores. Arminia Bielefeld ist nach zwei Siegen und dem 1:1-Unentschieden bereits dreimal hintereinander unbezwungen, verharrt aber ebenso wie Duisburg im Tabellenmittelfeld.

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