Münster und Osnabrück trennen sich 1:1
Soufian Benyamina (rechts) erzielte das erste Tor für die Preußen.

In der 81. Minute sah der erst eine Viertelstunde zuvor eingewechselte Amaury Bischoff nach einem bösen Foul gegen Osnabrücks Merkens, der mit einer schweren Sprunggelenksverletzung vom Platz musste, die Rote Karte. In Unterzahl geriet Münster nochmal unter Druck, brachte das 1:1 aber über die Zeit.

Während Osnabrück zwei Zähler im Kampf um den Aufstiegs-Relegationsplatz einbüßte und nun sieben Punkte hinter dem Dritten Darmstadt liegt, bleibt Münsters Vorsprung auf den Abstiegsplatz bei vier Zählern.

Das erste Wort hatten am Samstag die Fans. Kurz vor dem Anpfiff wurden im Preußen-Block Nebeltöpfe und Pyrotechnik gezündet, die Antwort des VfL-Anhangs ließ nicht lange auf sich warten. „Ultras unaufhaltbar“ stand auf einem großen Banner vor der Preußen-Kurve – eine Reaktion auf das Verbot von jeglichen Fahnen aus Sicherheitsgründen, das in der Fanszene im Vorfeld für viel Ärger gesorgt hatte.

Mit einer Viertelstunde Verspätung wegen des großen Andrangs an den Eingängen ging es dann aber los im Preußenstadion. Münsters Trainer Ralf Loose veränderte seine Startelf gegenüber dem 0:0 beim VfB Stuttgart II auf drei Positionen. Schulze Niehues und Taylor ersetzten die gesperrten Masuch und Grote, außerdem rückte Scherder für Pischorn in die Innenverteidigung.

Osnabrück kehrte trotz des 3:0-Sieges in Halle zurück zum gewohnten 4-4-2, Neumann und Grimaldi spielen für Krebs und Nagy. In einem von Beginn an temporeichen Spiel setzte der Gast die ersten Akzente.

Ex-Preuße Ornatelli vergab die mögliche Führung nach nur 45 Sekunden, Testroet köpfte Schulze Niehues den Ball in die Arme (6.). Osnabrück kombinierte etwas gefälliger – aber Münster traf das Tor. 18. Minute: Piossek eroberte im Mittelfeld den Ball und schickte Taylor auf die Reise. Der flankte butterweich auf Benyamina, und der Winterneuzugang köpfte aus sechs Metern mit seinem ersten Tor für den SCP zum 1:0 ein.

Osnabrück spielerisch besser - Münster effektiver

Osnabrück spielerisch besser, Münster effektiver – bis zum verdienten Ausgleich durch Massimo Ornatelli in der 52. Minute. Aus Respekt vor seinem langjährigen Arbeitgeber verzichte der Ex-Preuße auf den Torjubel. Münster wurde nach dem 1:1 wieder aktiver, Krohne kam für Taylor und Bischoff für Kühne.

Das Unentschieden reichte den Adlerträgern nicht, die größte Siegchance vergab Benyamina, dessen Schuss Heuer Fernandes zur Ecke abwehrte (74.). Doch fast im Gegenzug hatte Münster großes Glück, als Neumann den Ball nach einer Ecke an den Innenpfosten köpfte. Auch Testroet vergab knapp. Unterm Strich konnten die Preußen mit dieser Punkteteilung zufrieden sein.

Preußen Münster: Schulze Niehues – Schönebert, Schmidt, Scherder, Riedel – Truckenbrod, Kühne (64. Bischoff) – Siegert, Benyamina (84. Neupert), Piossek – Taylor (63. Krohne)

VfL Osnabrück: Heuer Fernandes – Thiel (56. Kunert), Pisot, Neumann, Dercho – Ornatelli, Merkens (83. Zenga), Feldhahn, Hohnstedt – Testroet (78. Nagy), Grimaldi Schiedsrichter: Marco Fritz Zuschauer: 14 282

Tore: 1:0 Benyamina (18.), 1:1 Ornatelli (52.)

Gelbe Karten: Siegert / Grimaldi, Thiel, Feldhahn Beste Spieler: Piossek, Scherder / Ornatelli

 

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