Münster will City durch Poller schützen
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An der Theresienwiese in der bayerischen Landeshauptstadt München sind die Sicherheitspoller, wie sie die Stadt Münster jetzt in Betracht zieht, bereits im Einsatz.
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Eine entsprechende Vorlage soll dem Rat am 20. September unterbreitet werden. „Wir sind gerade dabei zu prüfen, an welchen Stellen in der Stadt die Poller nötig sein könnten“, sagte der Dezernent für Bürgerservice, Personal, Organisation, Ordnung, Brandschutz und IT in Münster.

13 Standorte hat die Verwaltung in der Innenstadt im Blick, darunter Domplatz, Schlossplatz und Prinzipalmarkt. „Vorausgesetzt, der Rat stimmt der Vorlage zu, wäre der Katholikentag im Mai 2018 die erste Veranstaltung, die so geschützt wird“, sagte Heuer. „Wir würden mit dem Schlossplatz beginnen.“ Hier werden zum Abschluss des Kirchentages rund 30.000 Menschen erwartet. Mit 15.000 Personen rechnen die Veranstalter bei der Eröffnungsfeier auf dem Domplatz.

„Wir wollen vor allem die Anfahrtsbereiche zu den Plätzen hin sperren“, sagt der Stadtrat. Keinem Lkw soll die Möglichkeit gegeben werden, Fahrt aufzunehmen, um in eine Menschenmenge rasen zu können. „Das heißt zum Beispiel für den Prinzipalmarkt, dass Poller schon auf der Höhe Ludgeri- und Salzstraße ein Thema sind“, so der Dezernent.

„Bei 15.000 Euro fängt es an“

Bislang hat die Stadt Münster wie andere Städte auch Busse, Lkw und Container etwa beim Stadtfest und beim Weihnachtsmarkt eingesetzt, die Polizei zudem noch Sandsäcke. „Das ist sehr teuer und hat einen hohen Personalaufwand. Sie machen einigen Menschen auch Angst“, sagt Heuer. Das und die Möglichkeit, über die unauffälligen Poller mindestens denselben Schutz zu erreichen, lasse die Verwaltung die Poller in Erwägung ziehen.

„Die Umsetzung ist natürlich aufwändig“, sagt der Stadtrat. Auch nicht billig. „Bei 15.000 Euro für einen Poller fängt es an.“ Es gebe unterschiedliche Modelle, die höchste Klasse schütze vor einem Lkw, der mit 80 Stundenkilometern davor prallt. Die Poller könnten über ihre Schutzfunktion hinaus aber auch in der täglichen Verkehrslenkung eingesetzt werden, also hochgefahren werden, wenn eine Zufahrt verboten ist.

Außer dem Ordnungsamt sind Tiefbauamt, Polizei, Feuerwehr und Stadtwerke (wegen des Busverkehrs) in die Planung involviert. Die Installation der ersten Poller soll so rasch wie möglich erfolgen. „Wenn der Rat ,Ja' sagt, arbeiten wir am nächsten Tag sofort weiter“, versichert Heuer. An allen 13 ins Auge gefassten Standorten in der Innenstadt sollen Poller bis 2019 stehen.

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