Museum zeigt Picasso im Rausch der Farbe
Pablo Picassos Farblinolschnitt „Faune und Ziege“ (1959) ist Teil der Schau „Im Rausch der Farbe„ im Picasso-Museum Münster.

Unter den 70 gezeigten Linolschnitten sind Plakate, die für einen Stierkampf werben, bunte Porträts von Mädchen und antike Szenen, bei denen musiziert und gefeiert wird. "Picassos großformatige Grafiken wirken durch ihre farbige Leuchtkraft wie Gemälde“, sagt Museumsleiter Prof. Markus Müller. Zahlreiche Zustands- und Probedrucke lassen in Münster Picassos (1881-1973) unkonventionelles und experimentierfreudiges Vorgehen erkennen.

Die zwischen 1954 und 1968 entstandenen Werke sind Leihgaben des Londoner Sammlers und Picasso-Grafik-Spezialisten Dr. Frederick Mulder. „Die Bilder dokumentieren vor allem das reife Schaffen Picassos“, sagt Müller, „und gleichzeitig atmen sie die fast jugendliche Beschwingtheit eines Künstlers, der mit über 70 Jahren noch einmal Lehrling in einer von ihm unerprobten Technik wurde.“

14 Arbeiten des Fotografen Kalak

Parallel zur Picasso-Ausstellung präsentiert das Museum 14 Arbeiten des gebürtigen Münsteraner Fotografen Thomas Kalak. In der Serie „Bangkok Cable Ways“ dokumentiert er die in der thailändischen Mega-Metropole allgegenwärtigen Strom- und Kommunikationskabel, die über den Köpfen der Menschen ihr Eigenleben zu führen scheinen.

Eine ausführliche Ausstellungsbesprechung der Picasso-Ausstellung lesen Sie auf der Kulturseite in der Wochenendausgabe der „Glocke“. In der Beilage „Glocke am Wochenende“ finden Sie zudem ein ganzseitiges Porträt des Fotografen Thomas Kalak.

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