Mutmaßlicher Babymörder war in Psychiatrie
Im Prozess hat der 25-jährige Angeklagte Auskunft über sein Leben vor der mutmaßlichen Tat gegeben.

Auslöser dafür sei ein „seltsamer Vorfall“ gewesen. Details dazu nannte er nicht. Laut Anklage hat der 25-Jährige im Februar die kleine Amy-Marie zunächst sexuell missbraucht. Als sie nicht aufhören wollte zu schreien, soll er sie geschüttelt und geschlagen haben. Kurz darauf starb das erst vier Monate alte Baby. Der arbeitslose Maler hatte bei der Polizei die Tatvorwürfe abgestritten und ausgesagt, er habe das Kind bewusstlos gefunden und ihm helfen wollen. Am 19. September will er im Prozess darüber sprechen.

Angeklagter: Leide unter „Traumata“

Zu der Zeit, als er sich in die Psychiatrie begeben habe, habe er wegen Geldsorgen kaum Schlaf gefunden, sagte der 25-Jährige vor Gericht. Damals, im Jahr 2009, habe er zudem Depressionen gehabt. Nach zehn Tagen sei er wieder aus der Klinik entlassen worden. Der Angeklagte sagte im Prozess auch, er leide unter „Traumata“ aus seiner Kindheit. Er sei als Jugendlicher häufig von seinem Stiefvater geschlagen, getreten und mit einem Dampfreiniger verbrüht worden.

Probleme im Job

Sein Ausbilder habe ihn nach der Lehre entlassen, weil er keinen Führerschein gehabt habe, so der Angeklagte. Später habe er in kurzer Abfolge bei drei Zeitarbeitsfirmen gearbeitet, aber spätestens nach vier Monaten immer wechseln müssen. Zuletzt hätten fest angestellte Kollegen ihn herausgemobbt. In diesen Wochen kam er mit der Mutter von Amy-Marie zusammen. Drei Monate später starb das Kind. Der Mann ist wegen Missbrauchs und Mordes angeklagt. Er hat keine Vorstrafen.

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