NRW-CDU überdenkt Haltung zur Windenergie
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Die CDU in Nordrhein-Westfalen will ihre Position zur Windernergie überarbeiten.
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In Bad Sassendorf war die Landtagsfraktion am Dienstag zu Studientagen zusammengekommen, um unter anderem über Agrar-, Umwelt- und Energiepolitik zu diskutieren. Karl-Josef Laumann erläuterte, dass die CDU den Anwohnerschutz bei der Planung von Windenergieanlagen künftig nicht mehr so stark in den Vordergrund rücken wolle wie bisher. Um mittelfristig aus der Atomenergie aussteigen zu können, müssten neue Kohlekraftwerke wie das in Datteln "in die Verantwortung genommen werden". Laumann sprach sich außerdem für eine Nachrüstung ältere Kohlekraftwerke mit niedrigem Wirkungsgrad aus. Als moderne Industrienation bleibe Deutschland auf eine sichere Energieversorgung angewiesen. Nach Ansicht des CDU-Fraktionschefs könne man aber nicht aus der Kernenergie aussteigen, um dann möglicherweise Strom aus französischen Atomkraftwerken zu beziehen. Es gelte nun, in Ruhe ein schlüssiges Energiekonzept zu entwickeln. Dabei räumte Laumann ein: "Noch keiner hat die perfekten Antworten für die Energieversorgung der Zukunft auf der Hand."

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