Nach Sicherungsverwahrung Kind missbraucht
Ein verurteilter Kinderschänder soll nach der Entlassung aus der Sicherungsverwahrung ein Kind missbraucht haben.

Der 69-Jährige hatte bereits 14 Jahre hinter Gitter gesessen, weil er 1995 ein sechs Jahres altes Mädchen missbraucht und es dann zu töten versucht hatte. Laut Anklage hat er im neuen Fall das Kind, das im selben Haus in Neuenkirchen bei Rheine gewohnt hat, zweimal unsittlich berührt und zu sexuellen Handlungen aufgefordert. Die Taten hätten sich im Herbst 2010 zugetragen.

Angeklagter streitet Vorwürfe ab

Im Prozess stritt der Mann alles ab. Er sei unschuldig, das Mädchen sei eine Lügnerin. Wegen eines Beschlusses des Bundesgerichtshofs war der 69-Jährige im Mai vergangenen Jahres auf freien Fuß gekommen. Daraufhin war er zu seiner Lebensgefährtin in Neuenkirchen gezogen. Die Nachbarn hatten offensichtlich nichts von der Vergangenheit des Mannes gewusst. Die Behörden hatten sie nicht informiert und dies später unter anderem mit der schlechten körperlichen Verfassung des Sextäters gerechtfertigt. Den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der 69-Jährige dem Kind verboten, etwas zu erzählen. Das Mädchen vertraute sich dennoch seinem Vater an. Der Vater ging dann zur Polizei. Das Urteil wird Mitte Juli erwartet. 

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