Neue Methode bestimmt Art der Demenz-Erkrankung
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Die richtige Medikation zur richtigen Zeit kann laut Medizinern den Verlauf einer Demenzerkrankung verlangsamen. Heilbar ist sie jedoch bislang nicht. Die größten Risikofaktoren für Demenz sind Alter und Veranlagung.
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„Demenz ist keine Krankheit, sondern ein Syndrom“, sagt der Neurologe Dr. Thomas Duning, Leiter der Ambulanz für Gedächtnisstörungen am Universitätsklinikum Münster (UKM). Unter der Demenz fasse man verschiedene Krankheiten zusammen, die das Denken betreffen. Man wisse mittlerweile, dass es verschiedene Ablagerungen am Gehirn – etwa bei der Alzheimerischen Erkrankung – gibt, die giftig sind und die Nervenzellen abtöten.

Krankheitsverlauf verlangsamen

„Bis heute ist es nicht möglich, Alzheimer zu heilen“, erklärt Dr. Duning. Wenn nach der Diagnose allerdings frühzeitig Medikamente gegeben werden, lasse sich der Verlauf der Krankheit deutlich verlangsamen.

Mediziner in Bielefeld bestätigen diese Stoßrichtung der Forschung. Am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld (EvKB) versucht man der Demenz-Erkrankung jetzt mit einer Methode auf die Spur zu kommen, die deutschlandweit aus in Ostwestfalen nur in einer weiteren Klinik angewendet wird. Mithilfe eines leicht radioaktiven Biomarkers können Nuklearmediziner jetzt erkennen, um welche Art der Demenz es sich handelt - ein wichtiger Aspekt für die Medikation.

Einen ausführlichen Schwerpunkt zum Thema „Demenz“ lesen Sie in Montagsausgabe der „Glocke“ auf der Westfalen-Seite.

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