Neuer Anlauf für Kraftwerk Lünen
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Das Stadtwerkekonsortium Trianel beantrag ein neue Umwelt-Genehmigung für sein fast fertiges Kohlekraftwerks in Lünen.
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Das NRW-Oberverwaltungsgericht hatte im vergangenen Jahr einen immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid aufgehoben und damit das Milliardenprojekt teilweise auf Eis gelegt. Die Richter hatten bemängelt, dass Trianel die Auswirkungen des Kraftwerks aus ein nahes Naturschutzgebiet nicht ausreichend geprüft habe. Geklagt hatte der Umweltschutzverband BUND.

800 Aktenordner reisen nach Arnsberg

Hintergrund: Das Kohlekraftwerk soll bis zu 1,6 Millionen Haushalte mit Strom versorgen. Es ist das erste Kohlekraftwerk, das vollständig von kommunalen Unternehmen finanziert wurde. 1,4 Milliarden Euro werden investiert. Betreiber ist ein Konsortium aus 31 Stadtwerken und Regionalversorgern vor allem aus Nordrhein-Westfalen. Trianel will im dritten Quartal 2013 den Regelbetrieb aufnehmen. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.
Für das neue Genehmigungsverfahren will Trianel nach eigenen Angaben jetzt eine aktualisierte Artenschutzprüfung sowie eine neue Immissionsprognose vorlegen. Die insgesamt 800 Aktenordner sollen mit einem Kleinlaster nach Arnsberg gebracht werden. Die Unterlagen sollen dann vom 10. September an in den Rathäusern der Region ausgelegt werden.

Bahnstrom-Anlage soll 2014 in Betrieb gehen

Die Bezirksregierung Münster gab am Mittwoch grünes Licht für die Errichtung einer Bahnstrom-Versorgungsanlage am Eon-Kraftwerk im Datteln. Dort ist die Fertigstellung des neuen Kohlemeilers gerichtlich blockiert, der auch Strom für die Bahn erzeugen soll. Um deren Versorgung aufrecht zu erhalten, soll Strom über eine Höchstspannungsleitung nach Datteln geleitet und zum speziellen 16,7-Hertz-Strom umgewandelt werden. Die Anlage könne im Frühjahr 2014 in Betrieb gehen, sagte eine Eon-Sprecherin in Datteln.

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