Nicht nur Leichen in der Rechtsmedizin
Bild: Kutzendörfer
Gewebeproben gehören zum Arbeitsalltag von Prof. Heidi Pfeiffer, Direktorin des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Münster.
Bild: Kutzendörfer

Im Großen und Ganzen seien seine Methoden realistisch. „Es ist zumindest kein gravierender Blödsinn.“ „Tatortbesichtigung und Todeszeitbestimmung – das machen wir natürlich auch“, sagt Heidi Pfeiffer, die seit 15 Jahren am Institut in Münster arbeitet und es seit März 2008 leitet. „

Für mich ist es am spannendsten, wenn ich am Tatort Anhaltspunkte für einen Täter finde und anschließend die Spur untersuche.“ In den Einzugsgebieten Münster, Bielefeld, Detmold und Paderborn hielten sich die spektakulären Fälle aber in Grenzen. „Oft sind es Beziehungstaten, die hier begangen werden. In Großstädten ist es etwas anders.“

Sektionen bei ungeklärter Todesursache

„Leider werden wir fast ausschließlich mit Mord, Totschlag und Leichen in Verbindung gebracht“, bedauert die Wissenschaftlerin. „Unser Aufgabenspektrum umfasst aber viel mehr.“ Etwa 420 Sektionen, bei ungeklärter und nicht natürlicher Todesursache angeordnet, würden von sechs Ärzten übernommen – und das nicht in dunklen Verliesen, sondern in einem ebenerdigen, lichtdurchfluteten Anbau. Forschung, Lehre und Dienstleistung sind die drei Säulen der Einrichtung.

Andrea Kutzendörfer

Details zur Lehre, Forschung, Dienstleistungen und zur Opferambulanz der Rechtsmedizin sowie weitere Informationen zu Prof. Heidi Pfeiffer und zum Herz von Ludwig XVII. finden Sie in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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