Norovirus Ursache für Brechdurchfall im Münsterland
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Für die Fälle von Brechdurchfall bei Kindern in Münster ist vermutlich das Norovirus der Auslöser.

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Bis Freitag waren 120 Fälle an vier Grundschulen und sechs Kindertagesstätten gemeldet worden.

Im Kreis Coesfeld gab es bis zum Wochenende drei betroffene Schulen mit 20 Fällen, im Kreis Steinfurt waren nach Auskunft einer Sprecherin zwei Kitas mit 16 gemeldeten Fällen betroffen. Neue Fälle seien am Montag nicht gemeldet worden. Laboranalysen liegen in den beiden Kreisen noch nicht vor. Gefährliche Krankheitsverläufe habe es nicht gegeben, hieß es aus Münster, Steinfurt und Coesfeld.

Der Verdacht fällt wie in Münster auf den Lieferanten der Gemeinschaftsverpflegung. Das Unternehmen arbeitet bei der Ursachenforschung mit den Behörden zusammen. Das Norovirus ist sehr leicht übertragbar. Es gehört zu den weltweit häufigsten Erregern für plötzlich auftretenden Brechdurchfall. Die Folge sind Übelkeit, Durchfälle und Erbrechen, oft gepaart mit Bauchschmerzen und Mattigkeit. Verstärkte Ansteckungsgefahr herrscht in Gemeinschaftseinrichtungen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin kommen Noroviren oft in Kindergärten, Alten- und Pflegeheimen vor. Der Nachweis der Viren ist meldepflichtig.

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