Norovirus-Verdacht: 72 Schüler in Witten erkrankt
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Geschlossen bleibt am Freitag die Hüllbergschule in Witten. 72 Kinder und vier Erwachsene sind vermutlich am Norovirus erkrankt.

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Das erklärte der Kreis Ennepe-Ruhr in einer Mitteilung. Die Räume der Hüllbergschule werden zunächst desinfiziert. Ob es sich tatsächlich um das Norovirus als Erreger handelt, sei noch nicht endgültig bestätigt. „Dazu sollen Stuhlproben die nötige Klarheit liefern", sagte Kreissprecher Ingo Niemann am Freitagmorgen. Mit einem Ergebnis rechnet er Mitte der nächsten Woche. Mitarbeiter des Kreisgesundheitsamtes hatten sich am Donnerstag ein Bild von der Lage verschafft, nachdem viele der Grundschüler Anzeichen von Erbrechen und Durchfall zeigten.

Das Norovirus ist ein hochansteckender Krankheitserreger, der Brechdurchfall verursacht. Vor rund eineinhalb Monaten waren in Ostdeutschland mehr als 11.000 Kinder und Jugendliche daran erkrankt. Das Virus stammte aus tiefgekühlten Erdbeeren, die in Kantinen serviert worden waren.

In Witten ist die Quelle der Krankheitswelle noch nicht klar. „Wir gehen davon aus, dass es nicht am Essen lag", sagte Niemann. Zwar gebe es einen Offenen Ganztagsbetrieb (OGS) mit Mensa. Es seien aber keineswegs nur OGS-Kinder betroffen gewesen. Die Kreisverwaltung appellierte an die Eltern, ihre Kinder frühestens am Montag wieder zur Schule zu schicken, aber nur, wenn sie bis dahin gesund blieben.

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