OWL wird von der Zukunft abgekoppelt
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Windenergie-Anlagen mit Regenbogen – nicht für jeden eine Postkarten-Idylle. Die gestrige Diskussion über die „Detmolder Erklärung“ zeigte Kritik an den Windrädern auf. In der Resolution nennen die Unterzeichner die im Entwurf des neuen Landesentwicklungsplanes (LEP) festgelegten Mindestflächen für Windvorranggebiete in Ostwestfalen-Lippe (OWL) unangemessen.
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Die Resolution wurde Montag nach einer Sitzung der Kommission für Regionalplanung und Strukturfragen im Haus der Bezirksregierung Detmold auf den Weg gebracht. Die Unterzeichner setzen sich darin für eine weiterhin „bedarfsgerechte und flexible kommunale Flächenpolitik“ ein. Diese werde jedoch durch das Grundziel der rot-grünen Landesregierung gefährdet, die tägliche Ausweisung von Siedlungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen bis 2020 auf fünf Hektar und langfristig auf Null zu reduzieren, heißt es in der „Detmolder Erklärung“.

Regionalrat Detlef Helling (CDU) befürchtet, dass der neue LEP der Region die Zukunftsfähigkeit nimmt. Dabei habe OWL in der Vergangenheit Flächenentwicklung stets mit Augenmaß betrieben. Helling nannte den Entwurf aus Düsseldorf „in großen Teilen reine Ideologie und fernab der Praxis“.
Gegen den von der Landesregierung erzeugten Eindruck, in der Region werde mit Flächen geradezu verschwenderisch umgegangen, setzte sich auch Rainer Brinkmann (SPD) zur Wehr. „Niemand will OWL zubetonieren, auch nicht in Zukunft“, sagte er gestern in Detmold. Ein gewisser Gestaltungsfreiraum müsse jedoch vor Ort in OWL erhalten bleiben.

Weitere Stimmen zur „Detmolder Erklärung“ lesen Sie in der Dienstagsausgabe der „Glocke“ und des „Ahlener Tageblatts“.

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