Öllager bundesweit auf dem Prüfstand
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Sondierungen, Bohrungen und seismische Messungen: Nach einer Antwort auf die Frage, wie das Leck in einer Rohrleitung zur Kaverne S 5 in Gronau-Epe entstehen konnte, wird immer noch gesucht.
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Grigo leitet die Arbeitsgruppe zur Beseitigung der Schäden des Ölaustritts im Eper Salzkavernenfeld.

Bei der Ursachensuche haben Spezialisten ein Leck in der Rohrleitung zu einer der Ölkavernen ausgemacht. In den unterirdischen Hohlräumen des Salzbergwerks lagert seit den 1970er-Jahren ein Teil der bundesdeutschen Ölreserve. Noch sei nicht geklärt, wodurch der Schaden an der 40 Jahre alten Rohrleitung überhaupt entstehen konnte, sagte Grigo. In Betracht gezogen werde unter anderem die Möglichkeit von Gesteinsverschiebungen im Untergrund.

Die in Gronau-Epe gewonnenen Erkenntnisse werden Konsequenzen für alle Kavernen in Deutschland haben. Grigo erinnerte an die Unfälle mit Öltankern, die den Bau doppelwandiger Schiffe beschleunigt hätten, und an den Störfall auf dem Gelände einer Raffinerie in Köln-Wesseling, als eine Million Liter Öl in den Boden flossen. Danach sei der Einsatz dickwandiger Pipelines Vorschrift geworden.  

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