Oetker kooperiert mit Molkerei Gropper
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Der Lebensmittelkonzern Dr. Oetker und die bayerische Molkerei Gropper arbeiten künftig zusammen. Am Oetker-Standort in Moers werden künftig auch Produkte von Gropper produziert.
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Wir hatten dort freie Kapazitäten“, erklärt Oetker-Sprecher Dr. Jörg Schillinger auf Anfrage der „Glocke“. Gropper investiert dem Vernehmen nach einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. „Wir machen in Moers weiter unser Ding“, betont Schillinger. Oetker- und Gropper-Produkte liefen auf strikt getrennten Produktionsstraßen. Es sei nicht geplant, Gropper-Produkte unter der Marke Oetker zu verkaufen.

Gropper bietet außer Molkerei-Produkten auch gekühlte Direktsäfte, Smoothies und Café-Spezialitäten an. Das Unternehmen mit Standorten in Stockach am Bodensee und Bissingen (Landkreis Dillingen) wächst schnell. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2016 insgesamt 455 Millionen Euro, 2017 schon 550 Millionen Euro. Die 1929 gegründete Molkerei beschäftigt heute 750 Mitarbeiter.

Dr. Oetker unterliegt im Plagiatsstreit

„Gropper will weiter massiv wachsen und suchte schon seit längerem einen Produktionsstandort im Norden der Republik“, erklärte Gropper-Sprecher Markus Eicher den Hintergrund des Gemeinschaftsunternehmens. Die Kooperation soll am 1. April starten. Eine Zustimmung durch das Bundeskartellamt ist zuvor notwendig.

Gropper und Dr. Oetker hatten vor Jahren vor Gericht einen Streit über gefleckten Schoko-/Vanille-Pudding ausgetragen. Gropper stellt seit 2011 für den Discounter Aldi Süd den Pudding „Flecki“ her. Oetker – Erfinder des ebenfalls gefleckten Puddings „Paula“ – ging wegen Plagiatverdachts dagegen vor, unterlag jedoch im Jahr 2012 endgültig.

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