Oetker profitiert von Pizzahunger

Europaweit die Nummer eins bei Fertigpizzen: Mehr als ein Drittel des Umsatzes von 2,4 Milliarden Euro macht Oetker mit den Tiefkühlprodukten.

 „Wir haben zielgerichtet bestehende Märkte bearbeitet und neue ausländische Märkte erschlossen“, sagte Richard Oetker, Vorsitzender der Geschäftsführung am Mittwoch in einer Mitteilung. Zum Gewinn machte das Familienunternehmen traditionell keine Angaben. Angesichts der herausfordernden Rahmenbedingungen in vielen Ländern habe das Unternehmen das Geschäftsjahr „sehr ordentlich abgeschlossen“, teilte Oetker mit.

Oetker gewinnt Marktanteile

Obwohl die Verbraucher nach Angaben des Lebensmittelkonzerns zunehmend Pizzen außer Haus essen und sich auch gerne beliefern lassen, konnte der Konzern weitere Marktanteile gewinnen. Das Unternehmen ist europaweit die Nummer eins beim Verkauf von Tiefkühlpizzen. Besonders lebhaft stieg 2016 der Absatz in Europa sowie in Asien, Afrika und Australien, wo der Umsatz sogar zweistellig wuchs.

Die Zahlen der ersten vier Monate des laufenden Jahres zeigten nach der Mitteilung allerdings „ein eher verhaltenes Bild“.

Nachhaltig erzeugte Rohstoffe

Oetker kündigte gestern an, in der Lebensmittelherstellung zunehmend mehr Wert auf nachhaltig erzeugte Rohstoffe zu legen. So soll zukünftig in allen Produkten ausschließlich nachhaltig erzeugter Kakao verwendet werden. In Deutschland wird die Umstellung bis Ende 2017, weltweit bis Ende 2020 erfolgen. Bei Fleisch will der Konzern zunehmend auf Erzeugung vor Ort setzen.

Darüber hinaus will der Konzern den Salz-, Zucker und Fettanteil seiner Produkte reduzieren, wenn immer das ohne Geschmackseinbußen möglich sei. Im Pizzasegment beispielsweise sei in den vergangenen zehn Jahren der Salzgehalt um mehr als 20 Prozent verringert worden.

Die Zahl der Beschäftigen bei Dr. Oetker stieg weltweit um 1,2 Prozent auf 11 640 Mitarbeiter, in Deutschland erhöhte sie sich um 0,7 Prozent auf 4469 Mitarbeiter.

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