Online-Betrüger mit neuer Masche
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Die TAN-Generatoren sollen Online-Überweisungen sicherer machen. Damit eine TAN erzeugt wird, muss die Bankkarte eingesteckt werden.
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Die beiden Internetnutzer haben sich nach Angaben der Polizei vom Mittwoch wie gewohnt zum Online-Banking bei ihrer Sparkassen angemeldet. Nach Eingabe ihrer Zugangsdaten öffnete sich sofort ein Popup-Fenster mit dem Hinweis „Bitte warten, Sicherheitstest“.

Kurz darauf erschien in dem Browser ein weiteres Fenster, in dem ihnen die Synchronisierung des TAN-Generators suggeriert wurde. Sie sollten dazu ihr Gerät vor den angezeigten Flickercode halten und die im Display ihres Gerätes angezeigten Prüfziffern bestätigen. Die anschließend generierte TAN sollten in das vorgesehene Feld eingeben werden. Die Paderbornerin wurde an dieser Stelle laut Polizei misstrauisch und brach den Vorgang ab. Es entstand kein Schaden.

Bildschirmanzeige manipuliert

Der Geschädigte aus Bielefeld wusste nicht, dass die Online-Betrüger über einen auf seinem Rechner installierten Trojaner unbemerkt eine Überweisung im Hintergrund ausgeführt hatten, seine Bildschirmanzeige manipulierten und die angeblichen Prüfziffern sich aus der Kontonummer des Empfängers sowie dem Überweisungsbetrag zusammensetzten. So gelang es den Kriminellen, eine Summe von rund 4000 Euro auf die Konten von Finanzagenten in Deutschland und Finnland zu transferieren.

Kunde gibt geforderte Daten selbst ein

Nach bisherigen Kenntnissen der Polizei ist es den Betrügern bisher nicht gelungen, dass Sicherheitssystem technisch zu überwinden. Sie veranlassen vielmehr durch geschickte, gefälschte Warn- und Sicherheitsmeldungen den Kunden, die geforderten Daten selbst einzugeben und zu bestätigen. Das tückische an dieser Phishing-Methode ist, dass bei erstmaliger Nutzung des optischen TAN-Generators dieser tatsächlich über den Flickercode synchronisiert werden muss.

Die Polizei rät in Zweifelsfällen bei ungewöhnlichen Aufforderungen am Rechner, die Transaktion abzubrechen und bei der Bank nachzufragen. Informationen sind auch auf den Portalen der Geldinstitute zu finden.

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