Opfer der Hexenverfolgung rehabilitiert
Grausam waren die Folterungen und Tötungen im Rahmen der sogenannten Hexengerichtsbarkeit.

In der Zeit zwischen 1573 und 1660 wurden im Rahmen der „Hexengerichtsbarkeit“ in Rüthen 169 Frauen, Männer und Kinder unschuldig zum Tode verurteilt und hingerichtet. Durch den nun erfolgten Ratsbeschluss sind diese Menschen nun rehabilitiert, ihre Menschenwürde und Ehre sind offiziell wiederhergestellt. Bisher galten sie immer noch als schuldig im Sinne der damaligen Anklage.

Wie der Stadtrat betonte, gilt die Rehabilitation auch für alle Opfer der Hexenverfolgung im Bereich der heutigen Stadt Rüthen, die durch künftige wissenschaftliche Forschung noch ermittelt werden. "Wir sehen unsere Verantwortung als Nachfolger der damaligen Gerichtsbarkeit und begrüßen diese Entscheidung natürlich", sagte Rüthens Stadtarchivar Friedhelm Sommer.

Initiative ging von Schülern aus

Ausgangspunkt der Rehabilitation waren Schüler des örtlichen Friedrich-Spee-Gymnasiums sowie von Bürgern der Stadt. Die Schüler der Jahrgangsstufe 8 hatten das Thema Hexenverfolgung im Unterricht behandelt - und forderten von Bürgermeister Peter Weiken die Rehabilitation der Opfer, um so deren Würde wiederherzustellen.

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