Paar in Höxter gesteht weitere Todestat
Hinter dieser Haustür in Höxter ist eine Frau nach Angaben der Staatsanwaltschaft wochenlang gefangen gehalten worden. Sie starb schließlich an schweren Misshandlungen. Nach Informationen aus Polizeikreisen hat ein verdächtiges Paar eine weitere Tötung gestanden.

Die Staatsanwaltschaft Paderborn wollte dies zunächst weder bestätigen noch dementieren. Die Staatsanwaltschaft bestätigte lediglich, dass es Hinweise auf weitere Opfer gebe. "Wir haben konkrete Hinweise, denen wir nachgehen", sagte ein Sprecher.

Spurensicherung mit Spürhunden

Unter anderem hätten sich mehrere Frauen gemeldet, die früher einmal Kontakt zu dem 46-Jährigen hatten. Die Ermittler wollen im Rahmen der Spurensicherung auch Spürhunde auf dem Grundstück einsetzen. Der 46-Jährige habe offensichtlich schon häufiger versucht, über Partnerschaftsanzeigen Kontakt zur Frauen aufzunehmen, sagte der Sprecher.

Anwohnern zufolge seien in dem Haus immer wieder Frauen ein- und ausgegangen. Man trage die Fälle zusammen und gehe Hinweisen auf weitere Opfer nach, bestätigte Ralf Meyer, Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn.

Pressekonferenz am Dienstag

Ans Licht gekommen war der Fall, weil das Ex-Ehepaar versucht haben soll, die lebensbedrohlich verletzte Frau zurück nach Bad Gandersheim zu bringen. Auf dem Weg hatten sie allerdings eine Autopanne. Weil es der Frau immer schlechter gegangen sei, hätten die Verdächtigen schließlich einen Rettungswagen gerufen, teilten die Ermittler mit. Die 41-Jährige kam ins Krankenhaus, wo sie zwei Stunden später starb. Am Dienstag wollen die Ermittlungsbehörden in einer Pressekonferenz weitere Details über den Fall bekanntgeben. Denn noch liegt vieles im Dunkeln - vor allem zum Motiv ist noch nichts bekannt. Zudem stellt sich die Frage, warum das Opfer nicht floh. Immer wieder sei die 41-Jährige mit ihren Peinigern auch draußen auf der Straße gesehen worden, erklärten die Ermittler.

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