Paderborn mischt die 2. Liga auf

Applaus für ein glänzendes erstes Saisondrittel: Paderborns Trainer Roger Schmidt

 „Die Glocke“: Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie aktuell auf die Tabelle schauen?

Schmidt: Dass wir uns in den ersten 13 Spielen eine sehr gute Ausgangsposition für den Rest der Saison erarbeitet haben. Für einen Verein wie den SC Paderborn mit dem kleinen Etat ist es immer eine große Herausforderung, dauerhaft Zweitliga-Fußball zu gewährleisten. Wir haben jetzt die große Chance, frühzeitig die Klasse zu sichern.

„Die Glocke“: Bei 16 Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz kann es doch nicht ernsthaft nur noch um den Klassenerhalt gehen. Ist es nicht an der Zeit, das Saisonziel zu korrigieren?

Schmidt: Wir tun gut daran, auf dem Boden zu bleiben. Wir wollen den Start nutzen, um früh für klare Verhältnisse zu sorgen und so früh wie möglich in die Planung für die neue Saison einzusteigen. Aber wir müssen wachsam bleiben. Unser Kader ist klein, wir verfügen nur über 15, 16 Zweitliga-Spieler – viel weniger als alle anderen Vereine.

„Die Glocke“: Ganz ehrlich – haben Sie einen solchen Saisonstart für möglich gehalten? Immerhin galt Paderborn angesichts des 5,1-Millionen-Euro-Etats als Abstiegskandidat Nummer eins.

Schmidt: Dass wir eine solche Serie hinlegen, war tatsächlich nicht zu erwarten. Aber dass wir so gut darstehen, ist kein Zufall. Wir sind sehr schwer zu bespielen.

„Die Glocke“: Was macht Paderborn so stark?

Schmidt: Unser Spiel basiert auf einer guten Defensivarbeit. Wir verteidigen sehr hoch und haben bei der Balleroberung durch ein schnelles Umschaltspiel immer unsere Chancen in der Offensive. Das können wir derzeit siegbringend einsetzen.

„Die Glocke“: Was hat Sie bislang am meisten überrascht?

Schmidt: Vielleicht die Tatsache, dass viele Spieler wie Kara, Bertels, Taylor oder Meha, die wir aus unteren Ligen geholt haben, auch in der 2. Bundesliga konstant starke Leistungen bringen und feste Größen sind.

„Die Glocke“: Eine feste Größe sind Sie auch in ihrem ersten Jahr als Zweitliga-Trainer – Ihr Vertrag läuft aber nur bis zum Saisonende. Wann wird der Kontrakt verlängert?

Schmidt: Gespräche darüber gab es noch nicht, sie stehen demnächst auf dem Plan. Ich habe aber dabei überhaupt keine Hektik.

„Die Glocke“: Wo steht der SCP am Ende der Saison?

Schmidt: Stünde unter dem Strich ein einstelliger Tabellenplatz, wäre das herausragend.

Kapitän Krösche verlängert bis 2014

Paderborn hat den zum Saisonende auslaufenden Vertrag mit Kapitän Markus Krösche um zwei Jahre bis 2014 verlängert. Krösche spielt bereits seit 2001 in Paderborn und erzielte in 174 Partien der 2. und 3. Liga acht Treffer.

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