Paderborn mit breiter Brust gegen Köln
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Offensivstrategen: Angreifer Sven Michel (l.) hat bislang neun Treffer auf seinem Torkonto stehen. Paderborns Spielgestalter Philipp Klement verbucht in der laufenden Spielzeit sogar elf Treffer.
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Keine Frage, dieses Kräftemessen zwischen Zweitliga-Rückkehrer SC Paderborn und Erstliga-Absteiger 1. FC Köln elektrisiert. Der SC Paderborn ist in der 2. Fußball-Bundesliga derzeit die Mannschaft der Stunde: Vier Siege aus den letzten fünf Spielen, Pokal-Viertelfinale erreicht und mit 50 Treffern nach 21 Spielen die zweitstärkste Offensive der Liga hinter Köln (51).

Sieg würde vorerst dritten Platz bringen

Im direkten Duell kreuzen heute in der ausverkauften Benteler-Arena die treffsichersten Clubs die Klingen. „Wir wissen, dass es ein tolles Spiel werden kann“, orakelt Paderborns Trainer Steffen Baumgart.

Der gebürtige Rostocker gilt als Architekt des Paderborner Offensivspektakels. Seit der ehemalige Bundesligaspieler die Ostwestfalen 2017 übernommen hat, ging es nur aufwärts mit dem früheren Erstligisten, der nach dem Aufstieg in die 2. Liga jetzt als Tabellensiebter sogar in Reichweite der Aufstiegsplätze liegt. Mit einem Sieg gegen Köln wäre vorerst der dritte Platz erreicht. „Natürlich ist es unser Ziel, die Punkte hierzubehalten“, fordert Baumgart. „Wir haben keinen Druck wie Köln, aber wir wehren uns natürlich auch gegen nichts, was vielleicht noch kommen mag“, sagte Paderborns Geschäftsführer Markus Krösche dem „Kölner Stadtanzeiger“.

Die Stimmen aus der Mannschaft künden von einer breiten Brust der Paderborner Akteure. „Diese Partie nur zu genießen, kommt für uns nicht in Frage. Dafür sind wir zu ehrgeizig, schließlich haben wir schon das Hinspiel gewonnen“, unterstrich Torwart Leopold Zingerle.

Sollte dem Gastgeber in dieser Mammutaufgabe eine neuerliche Überraschung gelingen, dann ist der SC Paderborn endgültig im Aufstiegsrennen angekommen. SCP-Kapitän Christian Strohdiek weiß gleichwohl um die Schwere der Aufgabe gegen einen hochgerüsteten Gegner, für den nur der Weg zurück in die erste Liga das Ziel ist: „Es ist eine große Herausforderung und ein Messen auf einem noch mal höheren Niveau.“

Modeste gegen Paderborn erstmals wieder im Einsatz

Derweil hat das lange Warten des 1. FC Köln auf die Freigabe für Anthony Modeste ein Ende. „Der chinesische Fußballverband hat Tony mit Zustimmung seines ehemaligen Clubs Tianjin Tianhai die Freigabe erteilt. Damit einher geht die Spielberechtigung für Tony. Diese Entwicklung freut uns sehr“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle am Donnerstag. Der 30 Jahre alte Torjäger steht direkt im Kader für die Partie des 1. FC Köln beim SC Paderborn und könnte daher nach 21 Monaten sein Comeback beim 1. FC Köln feiern.

Modeste, der in 123 Bundesligaspielen 59 Tore erzielte, hatte wegen angeblich unerfüllter Gehaltszahlungen des chinesischen Clubs seinen Vertrag mit Tianjin gekündigt und somit durch seine Vertragslosigkeit einen ablösefreien Wechsel zurück nach Köln in die Wege geleitet.

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