Paderborner Weihbischof ist Tebartz-Ermittler
Der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe ist oberster Ermittler im Fall Tebartz.

Das Gremium wurde von der Bischofskonferenz eingesetzt und soll die hohen Kosten von mindestens 31 Millionen Euro für den neuen Limburger Bischofssitz untersuchen. Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist unter anderem wegen dieser Kosten unter Druck.

Zu den Mitgliedern der Kommission gehören laut Bischofskonferenz kircheninterne und externe Finanz- und Baufachleute: Michael Duus vom Ingenieurbüro WSP Deutschland (Düsseldorf), der Kölner Wirtschaftsprüfer Josef Gronemann, der Leiter der Finanzabteilung im Erzbistum Freiburg, Michael Himmelsbach, sowie Prälat Lorenz Wolf aus dem Erzbistum München und Freising.

Zur Person:

Der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe ist 1939 in Warburg geboren. Er studierte Philologie und Theologie in Paderborn, Münster, Bochum und München. Während seiner Laufbahn wirkte Grothe unter anderem als Vikar in Rietberg.

Die Kommission nahm am vergangenen Freitag ihre Arbeit auf. Bislang war die Besetzung nicht bekannt. Vom Ergebnis der Prüfung hängt auch die weitere Zukunft des auch wegen seiner Amtsführung umstrittenen Bischofs Tebartz-van Elst ab. Der Papst hatte ihm am Mittwoch eine Auszeit verordnet. Bis Ergebnisse vorlägen, werde der Bischof eine Zeit außerhalb der Diözese verbringen, hatte der Vatikan mitgeteilt. Es ist noch offen, wann die Kommission ihre Arbeit beendet.

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