„Parkgebührenaffäre“: Beweise fehlen
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Ein Mitarbeiter der Stadt Borken soll Parkgebühren in der Höhe von 180.000 Euro  in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Heute geht der Prozess in Hamm in die Berufung.
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Die Parteien müssen sich bis Mitte Juli entscheiden, hieß es in dem Berufungsprozess am Donnerstag.

Das Arbeitsgericht Bocholt hatte den Mann in erster Instanz zur Zahlung der vollen Summe verurteilt. Der verklagte Mitarbeiter des Borkener Ordnungsamtes, der für Leeren der Automaten zuständig war, hat bereits rund 31 000 an die Kommune gezahlt. Er hatte zugegeben, diese Summe im Jahr 2010 unterschlagen zu haben, um seinem Sohn aus einer finanziellen Notlage zu helfen. Dass er auch in den Jahren zuvor bei Parkscheinautomaten 180 000 Euro einbehalten haben soll, bestritt er dagegen.

Der Mann war in einem Strafprozess vom Amtsgericht Borken wegen Unterschlagung verurteilt worden. Die unterschlagenen 31 000 Euro konnte die Kommune leicht nachweisen, weil es noch entsprechend Belege gab. Die Entleerungsscheine aus früheren Jahren waren schon vernichtet oder lagen nur noch in geschredderter Form vor. 

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