Paten-Kampagne für Auszubildende beginnt
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Schulabgängern, die nicht ohne weiteres einen Ausbildungsplatz finden, willl die Bundesagentur für Arbeit mit einer Paten-Kampagne unter die Arme greifen. 
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Hintergrund sind hohe Abbrecherzahlen und die schwierige Vermittlung gering qualifizierter Jugendlicher. Alt und der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, warnten zugleich davor, das Einstiegsqualifizierungsjahr von den Betrieben zu lösen. Dieses Langzeitpraktikum solle nach Plänen des Arbeitsministeriums an Maßnahmenträger gebunden werden. Chancen für Betriebe und Praktikanten, sich besser kennenzulernen, würden so vergeben, sagte Alt. Die Übernahmerate sei hoch.

Eintrittskarte in die Ausbildung auch für leistungsschwache Jugendliche

Die sechs bis zwölf Monate dauernde Einstiegsqualifizierung sollen Jugendliche durchlaufen, die nicht ohne weiteres einen festen Ausbildungsplatz finden. Die Zeit kann bei einer Übernahme angerechnet werden. "Wir müssen das Übergangsalter in die Ausbildung von jetzt 19,8 auf 18 oder vielleicht sogar 17 Jahre senken", sagte Alt. Es fange an beim Elternhaus. Den Eltern dürfe es nicht egal sein, was aus ihren Kindern wird. Die Arbeitsagentur sei mit frühzeitigen und professionellen Angeboten gefordert, die Wirtschaft müsse auch leistungsschwächeren Jugendlichen eine Eintrittskarte in die Ausbildung geben.

„Ausreichend Ausbildungsplätze in allen interessanten Berufen“

Das Handwerk kündigte angesichts rückläufiger Bewerberzahlen an, sich um jeden Jugendlichen zu bemühen. "Wir werben auch engagiert um die vermeintlich so schlechten Abgänger der Haupt- und Realschulen", sagte Handwerkspräsident Kentzler. "Ausbildungsplätze stehen in allen interessanten Berufen in ausreichender Zahl zur Verfügung." Die Lage habe sich nach dem Arbeitsplatzabbau stabilisiert. 2010 seien drei Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Das Ergebnis könne im laufenden Jahr noch übertroffen werden.

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