Pausenbrot: Verteidiger halten Plädoyers
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Der Angeklagte im Pausenbrot-Prozess blieb auch am Donnerstag vor Gericht in Bielefeld eine Erklärung seines Motives schuldig. Er soll über Jahre Arbeitskollegen vergiftet haben.

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Die Verteidiger hielten am Donnerstag ihre Plädoyers am Landgericht Bielefeld. Der Staatsanwalt hatte am Vortag eine lebenslange Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung wegen versuchten Mordes gefordert.

Der 57-Jährige Angeklagte soll mehrere seiner Arbeitskollegen über Jahre in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten vergiftet haben. Zwei seiner Ex-Kollegen sind nierenkrank. Nach Auffassung der Verteidiger sei wegen dieser Fälle allenfalls eine Freiheitsstrafe von höchstens neun Jahren zu rechtfertigen.

Zum Abschluss der Plädoyers äußerte sich der bislang schweigende Angeklagte erstmals selbst: „Ich schließe mich den Ausführungen meiner Verteidiger vollumfänglich an“, blieb aber sein einziger Satz. Den Bitten der Nebenkläger sich zu seinem Motiv zu erklären, blieb er damit schuldig.

Das Landgericht will am 7. März ein Urteil verkünden.

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