„Pflegekraft soll Arzt in Praxis entlasten“
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Klare Worte, einfühlsam mitgeteilt: In der Sprechstunde sollte die Kommunikation zwischen Arzt und Patient funktionieren. Weil Ärzte häufig nur wenig Zeit haben, plädiert die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Doris Schaeffer dafür, eine Pflegekraft einzusetzen, die den Patienten berät.
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Jeder zweite Deutsche ist laut einer Studie der Uni Bielefeld damit überfordert, ärztliche Diagnosen zu verstehen. Im „Glocke“-Interview erklärt die Bielefelder Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Doris Schaeffer, warum die Verständigung zwischen Arzt und Patient häufig scheitert und was beide Seiten besser machen können.

„Die Glocke“:  Was zeichnet eine gelungene Kommunikation zwischen Arzt und Patient aus? 

Doris Schaeffer: Es geht darum, dass sich Arzt und Patient gegenseitig verstehen. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit.

„Die Glocke“:  Woran hapert es? 

Schaeffer: Beide sprechen unterschiedliche Sprachen. Der Arzt unterbricht den Patienten zu schnell und gibt eine Diagnose, oft gespickt mit Fremdwörtern. Während der Patient noch darüber nachdenkt, was das heißt, fährt der Arzt schon mit der Erklärung der Behandlung fort.

„Die Glocke“:  Also fehlt die Zeit, um behutsam auf den Patienten einzugehen? 

Schaeffer:  Ja, das ist ein großes Problem. Der Arzt weiß, dass sein Wartezimmer voll ist und er wenig Zeit hat. Der Patient wiederum ist aufgeregt und emotional gestresst, vor allem wenn es um schwere Erkrankungen geht.

Die Glocke“:  Wie kann man das Problem lösen? 

Schaffer:  Ich bin dafür, eine weitere Person in der Praxis für Patienten-Gespräche einzusetzen. Das kann etwa eine Pflegekraft sein, der dem Patienten nach dem Arzt-Gespräch nochmal in Ruhe erklärt, wie er behandelt werden soll.

Das komplette Interview lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe und im E-Paper der „Glocke“.

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