Physik-Phänomene durch Probieren verstehen
Bild: Ackfeld

Strampeln für ein Fernsehbild: Francesco (l.) testet den Fernsehgenerator in der Ausstellung „Physik Interaktiv“, die ab Sonntag im Heinz-Nixdorf-Forum in Paderborn zu sehen ist. Ihm schaut Gianmarco über die Schulter.

Bild: Ackfeld

Zu sehen sind die 46 Experimentierstationen, die vom Museum Phänomenta Flensburg zur Verfügung gestellt wurden, bis zum 12. Februar. „Wir wollen zeigen, dass Wissenschaft Spaß macht“, sagt Dr. Kurt Beiersdörfer, HNF-Geschäftsführer. Eine Aussage, die Projektleiter Wolfgang Muth nur unterstützen kann. „Physikalische Phänomene werden so gezeigt, wie sie in der Natur vorkommen.“ Besucher werden in Paderborn zu Forschern.

Eine Schulklasse aus dem italienischen Mantua, die in Schloß Neuhaus zu Gast ist, testete die Anlage am Freitag auf Herz und Nieren. Francesco zum Beispiel trat im Fernsehgenerator kräftig in die Pedale. Mit dem Fahrrad wird ein Generator in Gang gesetzt, der die zum Betrieb des Fernsehgeräts notwendige Energie liefert. Via Kamera können sich Besucher gleich beim Strampeln auf dem Rad beobachten – wenn sie genug Strom produzieren.

Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Beginn: Sonntag, 2. Oktober, 14 Uhr.

Ergänzt wird die Ausstellung durch museumspädagogische Angebote, die sich an 7- bis 14-Jährige richten. In der „Kraftprobe“ zum Beispiel unternehmen die Teilnehmer eigene Versuche und gehen den Phänomenen der Physik auf den Grund. Die Ausstellungsmacher haben zwar junge Forscher als Besucher im Visier, die Ausstellung ist aber auch für Erwachsene konzipiert.

„In jedem Computer steckt viel Physik. Aber keiner weiß genau, wie Computer wirklich funktionieren“, sagt Beiersdörfer. Die Experimentierstationen sollen helfen, vergleichsweise einfache Prinzipien, die hinter komplizierten Erfindungen stehen, verständlich zu machen – für Kinder und Erwachsene.

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