Pinselstriche helfen bei Orientierung
Bild: dpa
Ulrich Lange sorgt dafür, dass die Wegezeichen immer gut zu erkennen sind.
Bild: dpa

In jedem Jahr kontrollieren Lange und rund drei Dutzend ehrenamtliche Helfer insgesamt mehr als 2000 Kilometer Wanderwege rund um Winterberg, Medebach und Hallenberg. Und dabei muss häufig die Farbe aufgefrischt werden. Deshalb ist der 67-Jährige momentan viel mit Pinsel und Farbe unterwegs. Meist fährt er im Schritttempo mit seinem Auto durch den Wald. Wo Wege aufeinandertreffen lässt er seinen Blick schweifen.

„Die Zeichen sollen dem Wanderer ja entgegen blicken“, sagt Lange. Deshalb sind an den meisten Bäumen alle Markierungen doppelt angebracht. Außerdem ist wenige Meter weiter ein Bestätigungszeichen vorgeschrieben. „Wir sagen Beruhigungszeichen, damit die Wanderer sich auch sicher sind, an der Abzweigung richtig abgebogen zu sein.“

Manchmal sind die Markierungen auf der einen Seite von Wind, Wetter und Sonne schon gänzlich verwittert, während sie auf der anderen Seite noch wie frisch gepinselt aussehen. Immer wieder steigt der pensionierte Lehrer aus. Hunderte Male muss er an diesem Tag beispielsweise auf dem Medebacher Bergweg" das Malteserkreuz nachziehen. „Das soll natürlich immer möglichst gleich aussehen", sagt er. Deshalb sei auch nicht jeder zum Wegezeichner geeignet. "Ein bisschen Malen sollte man schon können“, sagt Lange, der auch stellvertretender Hauptfachreferent für Wege beim SGV ist.

Die Wanderstrecken rund um Winterberg werden immer anspruchsvoller, so dass Lange nicht überall mit seinem Allrad-Auto hinkommt. „Das junge Wanderpublikum will anspruchsvolle Wege mit möglichst vielen Höhenmetern“, erklärt Lange. Und möglichst naturbelassen sollen die Wege sein. Da gibt es häufiger Wurzeln und steile Anstiege.

SOCIAL BOOKMARKS