Polizei bald ohne Deutsche Schäferhunde
Bild: dpa
Zwei belgische Schäferhundwelpen (Malinois) auf dem Gelände der Diensthundeführerschule in Schloß Holte-Stukenbrock. Bei der Polizei in NRW wird der Deutsche Schäferhund von dem belgischen Konkurrenten verdrängt.
Bild: dpa

Bei der Zucht habe sich herausgestellt, dass die belgischen Schäferhunde im Schnitt gesünder und entschlossener gewesen seien als ihre deutschen Artgenossen, sagte der zuständige Experte beim Landesamt für Ausbildung und Fortbildung der Polizei (LAFP) in NRW, Günther Bonke. Außerdem seien sie wegen ihrer hohen "Spiel- und Beutemotivation" häufiger nicht nur als Schutzhunde, sondern auch als Spürhunde einsetzbar.

Trend zum Belgier auch in anderen Bundesländern

Neben 281 Tieren der belgischen Schäferhundrasse Malinois seien in Nordrhein-Westfalen nur noch 26 Deutsche Schäferhunde als Diensthunde im Einsatz, sagte Bonke. Zu den rund 350 Polizeihunden in Nordrhein-Westfalen gehören auch holländische Schäferhunde, Mischlinge, Riesenschnauzer und jeweils ein Boxer und ein Rottweiler. Der Trend zum belgischen Schäferhund sei auch in anderen Bundesländern zu erkennen, erklärte Bonke. Viele Länder züchteten die Tiere nicht selbst, sondern kauften sie ein. Deshalb spiele dort im Gesamtpaket auch der Preis eine Rolle, der bei den Belgiern oft niedriger liege.

SOCIAL BOOKMARKS